Chemnitz klingt von oben

In der Weihnachtszeit kann man es von Mittwoch bis Samstag in der Zeit von 9.45 bis 10 Uhr hören - das Chemnitzer Glockenspiel im Turm des Rathauses. Fachlich korrekt heißt es Carillon und wurde 1978 eingebaut. Damit die Bürger in der Stadt den Melodien aber überhaupt lauschen können, benötigt es Carilloneure, Glockenspieler, die ihr Handwerk verstehen. Einer von ihnen und gleichzeitig der dienstälteste Carilloneur von Chemnitz ist Franzpeter Uhlig. Seit 2003 übt der heute 26-Jährige diese Tätigkeit aus. "Es ist der Klang, der mich fasziniert, und die atemberaubende Tatsache, dass man hoch oben im Turm sitzt und alle, die auf dem Markt flanieren, die Musik, die man macht, hören können. Ich spiele Musik für die Menschen und belebe die Kultur", beschreibt er seine Empfindungen hoch oben im Rathausturm. In diesem Jahr wurden die Carillonspieler mit dem Bürgerpreis der Bürgerstiftung für Chemnitz ausgezeichnet. Bei der Verleihung Anfang Oktober belegten sie den 1. Platz. Die Begründung der Jury: "So ein großer Schatz wie das Carillon von Chemnitz sowie das Engagement der vier Carilloneure verdient mehr öffentliche Anerkennung und soll durch den Bürgerpreis stärker in das Bewusstsein der Chemnitzer rücken." Lesen Sie weiter auf Seite 2.