Chemnitz: Nischel wird geöffnet - Das steckt dahinter

Der „Nischel“ - das Wahrzeichen von Chemnitz, wird unter die Lupe genommen

Chemnitz

Der Nischel in Chemnitz wird in diesem Frühjahr genauer unter die Lupe genommen. Dafür muss unter anderem der Marx-Kopf geöffnet werden.

Das steckt dahinter

Nach Angaben der Stadt Chemnitz soll das Karl-Marx-Monument nach über 50 Jahren Standzeit gründlich überprüft und saniert werden.

Warum wird das Marx-Monument untersucht?

Als Anlass für die Maßnahmen nennt die Stadt ein Konzept des Landesamtes für Denkmalpflege vom 16. Februar 2024. Darin sei festgelegt worden, dass Reinigungs- und Restaurierungsmaßnahmen in einem Arbeitsschritt im Jahr 2026, nach dem Kulturhauptstadtjahr, umgesetzt werden sollen. Gleichzeitig sei es nach so langer Zeit an der Zeit, sich ein umfassendes Bild vom Zustand des Denkmals zu verschaffen.

Sind Schäden bekannt?

Größere konkrete Schäden seien bislang nicht bekannt, so die Stadt. Die Vermutung aus dem Jahr 2024, dass sich oben am Kopf ein Riss befindet, durch den Wasser in das Innere dringen könnte, habe sich bei einem ersten Blick von oben auf das Monument nicht bestätigt. Dennoch müsse eine genauere Untersuchung, insbesondere des Innenraums der Bronzeplastik, erfolgen.

Kopf muss geöffnet werden

Sichtbar sei, dass eine Reinigung der Bronzeplastik dringend erforderlich sei und dass die Fugen zwischen den Bronzeplatten Ausblühungen und Laufspuren aufweisen. Unbewitterte Bereiche seien zudem mit Kalkkrusten behaftet. Für diverse Untersuchungen, etwa zur Überprüfung des Stahlgerüsts im Inneren, müsse der Kopf geöffnet werden.

Überprüfungen des „Inneren“

Nach Angaben der Stadt sollen die Voruntersuchungen im Frühjahr 2026 beginnen. Geplant ist, den Zugang zum Inneren des Kopfes über die Entnahme der Schlussplatte am Hinterkopf der Bronzeskulptur zu ermöglichen. Dabei sollen der Zustand des Stahlgerüsts im Innenraum, des Sockels und der Bronzeskulptur selbst geprüft werden.

Wie hoch sind die Kosten?

Der Start der eigentlichen Sanierung hänge von den Ergebnissen der Voruntersuchungen ab, heißt es weiter. Aktuell sei die Durchführung für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Für die Vorarbeiten und gegebenenfalls erste Sanierungsmaßnahmen habe die Stadt rund 45.000 Euro aus der Hälfte des Budgets für die Kunst im öffentlichen Raum reserviert.

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