Chemnitz plant weniger Grundschul-Bezirke

Stadtrat Künftig nur noch neun statt 14 Bereichen - Weitere Wege für Schüler?

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Foto: BraunS/Getty Images

Die Stadtverwaltung will die Chemnitzer Grundschulbezirke neu zuschneiden. Eine entsprechende Vorlage wird dem Stadtrat am kommenden Mittwoch vorgelegt. Dem Konzept zufolge ist eine Zusammenfassung der früher 14 Grundschulbezirke auf dann nur noch neun vorgesehen. Die Grundschulbezirke umfassen dann zwischen zwei und sieben Grundschulen - hier müssen Kinder, die im Einzugsbereich der entsprechenden Schule liegen, künftig einen Grundschulplatz bekommen.

So sind die Grundschulen künftig aufgeteilt

Die wenigsten Grundschulen liegen in Bezirk VIII mit den Grundschulen Harthau und Klaffenbach sowie in Bezirk IX mit der Albert-Einstein- und der Charles-Darwin-Grundschule, die die benachbarten Stadtteile Markersdorf, Morgenleithe und Hutholz abdecken. Deutlich weiter gefasst ist zum Beispiel Schulbezirk IV mit sieben Grundschulen: Er umfasst die Stadtteile Ebersdorf, Hilbersdorf, Teile des Zentrums mit der wiedereröffneten Luxemburg-Grundschule am Brühl, den Sonnenberg, das Yorckgebiet und Euba - im schlimmsten Fall könnte Grundschülern also bald täglich eine Reise über mehrere Stadtteile hinweg bevorstehen.

Grund: Steuerung der Schulauswahl

Die Stadtverwaltung begründet die Neuordnung der Schulbezirke mit den erwarteten Schülerzahlen der kommenden Jahre bis 2028. So könnten Schüler im Schulbezirk besser zu Grundschulen mit freien Kapazitäten gelenkt werden. Zugleich erhofft sich die Verwaltung aber auch weiter ein Ringen um die Kinder des Schulbezirks: "Eltern der künftigen Schulanfänger erhalten, wie auch bisher, eine erweiterte bzw. geänderte Wahlmöglichkeit zwischen den Grundschulen und den jeweiligen pädagogischen Konzepten", heißt es in der Begründung der Stadtratsvorlage.