Chemnitz will es krachen lassen

Angebot Kostenfreier Mietraum, Startbudget und Beratung sollen Kreative in die Stadt locken

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Es soll knallen und krachen in Chemnitz: Im Bild von links Eva-Maria Gräfer, Frank Müller und Frank Schönfeld in einer ehemaligen Fleischerei auf dem Brühl. Foto: Toni Söll

Es soll ein roter Teppich werden: über mehrere Jahre kostenfreie Mieträume, ein Start-Budget von 2.500 Euro, individuelle Beratungsangebote von Gründungs- oder Vermarktungsexperten.

Neue Wirtschaftszweige in Chemnitz

Mit diesem Angebot sollen jetzt Kultur- und Kreativunternehmen in die Stadt gelockt werden - am besten aus ganz Europa. "Kreativraum Chemnitz", abgekürzt: KRACH, nennt sich das Programm: "Es soll knallen und krachen", erhofft sich Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderung (CWE), die das Projekt koordiniert. "Wir wollen neue Wirtschaftszweige und neue Akteure nach Chemnitz holen", verdeutlicht Kulturbetriebsleiter Ferenc Csak.

Netzwerke schaffen

Damit das gelingt, haben sich die städtischen Institutionen breit vernetzt: der Branchenverband Kreatives Chemnitz wurde ebenso in die Programmentwicklung einbezogen wie kommunale und private Vermieter: "Die sind für uns besonders wichtig, weil sie mit der Bereitstellung von Mietflächen ins Risiko gehen", sagt Uhle. Und so stellt jetzt die Unger-Gruppe drei Ladenflächen auf dem Brühl mietfrei zur Verfügung, Wohnen in Chemnitz (WiC) renovierungsbedürftige Gastro-Räume ebenso wie bezugsfertige Objekte im Tietz oder auf der Theaterstraße, auch im Spinnereimaschinenbau können sich KRACH-Preisträger ansiedeln.

Leere Gebäude nutzen

Auf dem Sonnenberg will die Stadt ein ungenutztes Verwaltungsgebäude der Stadtwirtschaft zum kulturellen Hotspot umfunktionieren. "Es gibt ganz viele Städte, die uns um solche Räume beneiden würden", glaubt Frank Müller von "Kreatives Chemnitz".

Als Branchenverband könne man den Zugang zu der avisierten Zielgruppe ermöglichen. Bis zum 31. Januar 2018 kann man sich bewerben - ausdrücklich auch als Chemnitzer. Bis Ende März soll dann eine international besetzte Jury entscheiden, wer es krachen lassen darf. Alle Informationen gibt es im Internet unter www.krach-chemnitz.eu.