Chemnitz würdigt Kunstwelt-Star Baselitz

Kunst Eintragung ins Goldene Buch und Ausstellung in Kunstsammlungen

chemnitz-wuerdigt-kunstwelt-star-baselitz
Ingrid Mössinger und Georg Baselitz. Foto: Volker Tzschucke

Kunstwelt-Star Georg Baselitz war am Montag zu Besuch in Chemnitz. In den Kunstsammlungen Chemnitz wurde eine Ausstellung mit Gemälden, Grafiken und einer Skulptur des 80-jährigen eröffnet, die bis zum 8. Juli zu sehen sein wird. Der 80-jährige Baselitz brachte den Kunstsammlungen drei neue Bilder mit, die in der Ausstellung gemeinsam mit anderen Werken des Künstlers präsentiert werden.

Chemnitz und Baselitz sind sich nicht fremd

Seit 1998 kamen 48 Arbeiten von Baselitz nach Chemnitz, darunter frühe Zeichnungen, die Skulptur "Mondrians Schwester" und 29 Entwürfe für das Bühnenbild von "Le Grande Macabre", 2013 von Baselitz für die Chemnitzer Oper entworfen.

Seine Verbindung nach Chemnitz sei durch Sammlungsdirektorin Ingrid Mössinger besonders eng, so Baselitz: "Sie ist sicher die aktivste Person in der ostdeutschen Museumslandschaft", lobte der Künstler. Mössinger hatte 1998 eine große Baselitz-Ausstellung nach Chemnitz geholt, die "Initialzündung" für viele weitere große Ausstellungen. Aber auch Karl Schmidt-Rottluff verbinde ihn mit der Stadt - der Expressionist aus Chemnitz war Baselitz' Professor an der Kunsthochschule.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung durfte Georg Baselitz sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Diese Auszeichnung erhalte Baselitz "in Anerkennung seiner großzügigen Unterstützung der Kunstsammlungen Chemnitz", hieß es.

Kleiner Zwischenfall

Während des Festakts kam es zu einem kurzen Zwischenfall: Die Chemnitzer Künstlerin Dagmar Ranft-Schinke befragte Baselitz zu Äußerungen über DDR-Künstler, die dieser vor Jahren gemacht hatte. Er hatte - nach eigener Aussage - einige wenige als "Arschlöcher" bezeichnet, weil sie ihn aus der DDR vertrieben hätten. Mit Verweis auf den Rahmen der Veranstaltung wurde die Diskussion jedoch schnell beendet.