Chemnitzer Arbeitsmarkt hat sich verändert

Wirtschaft Seit dem Jahr 2000 weniger Beschäftigte im produzierenden Bereich

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Foto: Thomas Schmotz

Die Chemnitzer Wirtschaft entwickelt sich immer stärker zu einer Dienstleistungswirtschaft. Dies geht aus Zahlen des sächsischen Statistischen Landesamtes hervor. So sank zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2015 die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe um etwa 6.700 Beschäftigte - auf knapp unter 30.000.

Zugleich stieg die Zahl der Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche - inklusive öffentlichen Einrichtungen für Erziehung oder Gesundheit - um 3.000 Beschäftigte auf knapp 116.000 Mitarbeiter.

Die Wanderungsbewegungen zwischen den Branchen verlaufen jedoch in Teilbereichen unterschiedlich:

Während das Verarbeitende Gewerbe beispielsweise im Betrachtungszeitraum etwa 1.000 Arbeitsplätze gewann (2015: 21.400), verlor das Baugewerbe im gleichen Zeitraum über 5.000 Beschäftigte. Zuletzt hatten sich hier die Zahlen aber bei etwas über 8.000 Beschäftigten stabilisiert.

Auch beim Blick auf die verschiedenen Dienstleistungsbranchen fallen Unterschiede auf: Handel, Verkehr und Gastgewerbe verloren 2.500 Beschäftigte - im Grundstücks- und Wohnungswesen sowie bei Finanz- und Unternehmensdienstleistern gab es hingegen 2015 etwa 6.400 Beschäftigte mehr als zu Anfang des Jahrtausends.

Arbeitende können sich über ein wachsendes Einkommen freuen

Insgesamt sank die Zahl der Erwerbstätigen in Chemnitz in den betrachteten 16 Jahren um fast 4.000 auf 145.700 - ein Mitgrund für geringe Arbeitslosenzahlen ebenso wie für zunehmende Klagen über mangelnde Fachkräfte.

Wer arbeitet, kann sich aber über wachsende Einkommen freuen. Im Durchschnitt 28.000 Euro brutto betrug der durchschnittliche Verdienst der sächsischen Arbeitnehmer im Jahr 2016 - über 1.100 Euro bzw. 3,8 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Das ist aber immer noch weit entfernt vom Bundesdurchschnitt: Der lag mit 33.284 Euro noch über 5.000 Euro höher.