Chemnitzer ASB für Toleranz gewürdigt

Soziales Unternehmen wurden in Freiberg ausgezeichnet

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Hier wird ein "Unternehmen für Toleranz" ausgezeichnet: mit dabei die Ministerin Eva-Marie Stange (l.), ASB-Geschäftsführerin Christine Rummer (2.v.l.) und der syrische Flüchtling Ahmad Mistikalo (M.). Foto: ASB

Vergangene Woche wurden auf Schloss Freudenstein in Freiberg fünf Unternehmen ausgezeichnet, die in Sachen Toleranz eine vorbildliche Arbeit leisten. Darunter auch die Chemnitzer Ortsgruppe des Arbeiter-Samariter-Bunds.

"Es ist nicht immer einfach, wenn man sich für Toleranz einsetzt", sagt Gunter Melzer. Er ist Einrichtungsleiter des Altenpflegeheims in der Rembrandtstraße. Beim ASB arbeiten mittlerweile zahlreiche Flüchtlinge, ebenso auch Menschen mit Behinderungen.

Startschwierigkeiten stellten kein Hindernis dar

Anfängliche Schwierigkeiten - bei Flüchtlingen kulturelle und vor allem sprachliche Herausforderungen - habe man immer besser meistern können. "Sie sind alle eine sehr wertvolle Ergänzung für uns beziehungsweise bei der Pflege alter Menschen", so Melzer - nicht ohne die aktuellen Personalengpässe aus den Augen zu lassen.

Im Schloss Freudenstein konnte der ASB nun eine Urkunde für seinen Einsatz engegennehmen - und kann sich von nun an "Unternehmen für Toleranz" nennen. Der Preis wurde von dem Verein Arbeit und Leben Sachsen verliehen.

Verschiedene Pflegeformen auf die Patienten angepasst

Der ASB unterhält Pflegeeinrichtungen an fünf verschiedenen Standorten in Chemnitz und Umgebung. Gunter Melzer fasst die Angebote zusammen: "Es gibt verschiedene Pflegeformen: die ambulante Pflege, die stationäre, die hauswirtschaftliche Unterstützung, dann die Tagespflege sowie diverse niederschwellige Angebote."

Um herauszufinden, welche Form für den jeweiligen Fall in Frage kommt, empfiehlt er eine Beratung. Angeboten wird sie von den Krankenkassen, aber auch vom Chemnitzer Sozialamt.

Bei dieser Beratung werden auch die ersten Schritte zur Pflegeleistung gelegt. "Die Möglichkeiten sind da, aber manche schämen sich auch, die Beratung überhaupt in Anspruch zu nehmen."