Chemnitzer Autor plant zweiten Teil seines Debütromans

Literatur Alexander Büttner schreibt weitere Storys für "Aquileria" 

Alexander Büttner ist studierter Medienallrounder und liebt das Schreiben. Neben seiner Haupttätigkeit in der IT, schreibt er in seiner Freizeit Mittelalter-Fantasy-Geschichten. 2018 hatte er drei dieser Geschichten in seinem ersten eigenen Buch veröffentlicht. (Blick berichtete) "Aquileria" heißt das gute Stück und ist eine Fantasiewelt, die mit jeder von Alexanders Geschichten weiter wächst und mehr Details offenbart. Seine Storys spielen zu verschiedenen Zeitpunkten, an unterschiedlichen Orten und Kulturen. Doch wie kommt man überhaupt dazu ein eigenes Buch zu schreiben? 

Die Liebe zum Schreiben begann im Grundschulalter

Mit dem Schreiben hat alles schon sehr früh begonnen. Die erste Geschichte schrieb Alexander im Grundschulalter. Sie handelte von einem kleinen Dino, der sich verletzte und dessen Mama ihm ein Pflaster auf die Wunde geklebt hatte. Im Laufe der Jahre schrieb er, in seiner Freizeit, immer und immer mehr Geschichten, bis der Umschwung zum Mittelalter kam. Durch einen Zufall fragte ihn ein befreundeter Musiker, der einen seiner damaligen Stadtstreicherartikel gelesen hatte, ob Alexander auch privat schreibe und so zeigte der Chemnitzer seinem Kumpel eine seiner ersten Geschichten. 

So entstand das erste Buch

Das gute Feedback ermutigte Alex weiter zu schreiben und die Idee entstand, mit seinem Freund ein gemeinsames Buch zu veröffentlichen. Der Musiker wollte die Geschichten illustrieren und Alexander sollte diese in eine Welt einbetten, die dann zu "Aquileria" wurde. Das Ganze wurde letztendlich doch etwas anders als gedacht, aber die Idee für das Buch blieb bestehen und ließ Alexander nicht mehr los. Mit Kollegen und Freunden arbeitete er an seinem Traum und gründete sogar einen eigenen Verlag dafür. Ein Cover und ein Name wurden erarbeitet und Alex musste sich mit den Buch-Formalien rund um Schrift- und Papierarten und Formatierungen auseinandersetzen. "Der Name leitet sich auf Umwegen vom lateinischen Wort für Adler ab", erzählt er. 

Im Juni 2018 kam dann das gute Stück mit drei Geschichten auf den Markt. Alexander erinnert sich noch zurück an den Moment, indem er das erste Mal das Buch in der Hand hielt: "Ich bin eigentlich ziemlich nüchtern aus der Buchbinderei auf dem Sonnenberg heraus gegangen, hab mir das Buch kurz angeschaut, hab meine Begleitung kurz angeschaut und habe dann den ganzen Sonnenberg zusammen geschrien vor Freude." In "Edwards Versprechen" geht es um zwei Ritter, die einer Frau im Kerker zur Rettung kommen. "Neros Heimkehr" erzählt von einem Ritter, der nach einem Krieg kein Zuhause mehr hat und sich auf die Spuren seiner Vergangenheit begibt und "Mareks Reise" zeigt einen verwöhnten Adligen, der mit seiner Familie bricht, um ein von Barbaren entführtes Mädchen zu befreien. Zu allen drei  Handlungen gibt es auf der dazugehörigen Webseite Leseproben. 

Zweiter Band ist bereits in Arbeit

Nachdem Alexander sprichwörtlich Blut an der Literatur geleckt hatte, wusste er, es bleibt nicht bei einem Buch. Derzeit hat er schon zwei Geschichten des zweiten Bands fertig, eine dritte ist noch in Arbeit. Es wird unter anderem um eine gefährliche Seereise gehen (Elizas Lied) und um eine adlige Frau, die auf mysteriöse Pilger trifft, denen sie folgt (Luanas Geschichte). "Mein Plan ist es eigentlich bis Ende des Jahres mit Band zwei fertig zu werden", erzählt Alexander. Damit will er gern mehr Menschen erreichen. "Das Feedback zu Band eins hat mich ermutigt zu schauen, ob ich vielleicht doch ein größeres Netzwerk aufbauen kann, was mehr Menschen erreicht, also über den Chemnitzer Raum hinaus." Wir drücken ihm dafür die Daumen und bleiben gespannt, welche Geheimnisse "Aquileria" noch für seine Leser bereithält.