Chemnitzer Entwicklungsarbeit auf der Haut

Industriemuseum Neue Sonderschau widmet sich besonderen Leistungen der Stadt

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Die Schuhe der Firma Terrot sind Teil der neuen Sonderausstellung im Industriemuseum. Foto: Dirk Hanus/Industriemuseum

Vor wenigen Tagen öffneten sich die Türen zur neuen Sonderausstellung im Industriemuseum. Die Besucher können dort jetzt bis 4. November auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Geschichte der Stadt gehen. Die neue Schau "Das Herz von Chemnitz. 220 Jahre Industriekultur" gibt einen Einblick in die Herausforderungen und Leistungen der hiesigen Arbeiter, Ingenieure und Unternehmer von 1798 bis heute.

Vom T-Shirt bis zum Matratzenbezugsstoff

Im 19. und 20. Jahrhundert war Chemnitz als Industriestadt bekannt, in der auch die Textilindustrie eine große Rolle spielte. Dass das bis heute der Fall ist, beweisen besondere Schuhe, die zu den Exponaten der neuen Sonderausstellung gehören. Der Stoff der Schuhe wurde auf einer Rundstrickmaschine des Unternehmens Terrot hergestellt, das in Chemnitz produziert.

"Herkömmliche Schuhobermaterialherstellung erfolgte auf einer Flachstrickmaschine. Da ist die Produktionsleistung allerdings deutlich geringer als auf einer Rundstrickmaschine", erklärt Thomas Fischer, der Leiter Anwendungstechnik bei Terrot. Doch nicht nur Gestricke für Schuhobermaterial, sondern auch für Schutzkleidung oder Wäsche werden bei Terrot gefertigt.

"Wir produzieren alle möglichen Gestrickarten - vom einfachen T-Shirt bis zum Matratzenbezugsstoff", so Thomas Fischer weiter. Die neue Sonderausstellung im Industriemuseum macht mit dem Schuh-Exponat deutlich, dass trotz des Wandels auf den Märkten heute immer noch viele Menschen ein Stück Chemnitzer Entwicklungsarbeit auf ihrer Haut tragen.