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Sachsen

Chemnitzer Extrembergsteiger trainiert auf über 6000 Metern

Menschen Jost Kobusch war auf 6393 Metern - zum Aufwärmen

Chemnitz. 

Chemnitz. Ende September ist Jost Kobusch zu einem Abenteuer gestartet - er will allein und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest. BLICK berichtete vor seinem Abflug nach Nepal. Wie geht es ihm seitdem? Kürzlich hat der Chemnitzer Extrembergsteiger den bis dahin unbestiegenen Gipfel des Amotsang im Himalaya erreicht. Lässig schreibt er zu diesem Erfolg auf seiner Facebook-Seite: "Nachdem ich oben ein paar Dehnübungen gemacht und die Aussicht genossen habe, musste ich etwas die Hufe schwingen, um nach unten zu kommen. Denn die Sonne war bereits am Untergehen." Nach einer Stunde Abstieg in der Dämmerung und drei weiteren Stunden im Dunkeln habe er sich im Zelt noch eine schöne Tasse Tee gegönnt, bevor er am nächsten Tag weiter ins Tal lief.

Der 6393 Meter hohe Amotsang, der für die meisten Bergsteiger die Erfüllung eines Lebenstraumes bedeuten würde, ist für Jost Kobusch allerdings nur eine Einheit innerhalb seines Erwärmungstrainings. Denn der 27-jährige Student aus Chemnitz will höher hinaus, genau genommen so hoch wie es zu Fuß auf dieser Welt nur an einem Ort geht. Anfang des kommenden Jahres möchte er allein den Mount Everest bezwingen. Das hat vor ihm in dieser Form noch niemand anderes geschafft. Entsprechend kritisch beobachtet die Fachwelt diese Aktion.

Kobusch, der an der TU-Chemnitz Sports Engineering studiert, hat bereits ähnliche Besteigungen im Himalaya gemeistert - allerdings nicht ganz so hoch wie der 8848 Meter hohe Everest. Vor drei Jahren war er allein und ohne zusätzlichen Sauerstoff auf dem 8091 Meter hohen Berg Annapurna und im Jahr 2017 schaffte er eine Erstbesteigung des Nangpai Gosum II.