Chemnitzer FC sackt den Dreier ein

Fußball Chemnitz entscheidet letztes Punktspiel der Saison für sich

Der CFC jubelt. Foto: Harry Haertel

Die Spieler des Chemnitzer FC haben nach den Turbulenzen der vergangenen Tage am Samstag Charakter gezeigt und im letzten Punktspiel der Saison zu Hause den FC Hansa Rostock 2:0 (2:0) bezwungen. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir die aktivere Mannschaft waren. Neben den beiden Toren hatten wir zusätzliche Chancen. Die Leistung sollte uns Hoffnung für das Pokalfinale am Mittwoch machen", sagte CFC-Cheftrainer Sven Köhler.

Vor dem Anpfiff wurden vor 7.853 Fans der verdienstvolle Fitnesstrainer Hermann Kretschmann sowie Spieler Philip Türpitz, die beide auf eigenen Wunsch das Team verlassen, verabschiedet.

Keine halbe Stunde bis zum ersten Tor

Für beide Teams ging es zum Saison-Halali sportlich um nichts mehr. So war es sicherlich auch keine Überraschung, dass es die erste Viertelstunde keine Torchancen zu verzeichnen gab. In der 17. Minute hatte dann CFC-Abwehrmann Alexander Bittroff das 1:0 auf dem Fuß, aber er scheiterte aus 13 Meter frei stehend am Hansa-Torhüter. Später musste sich Kevin Kunz im Kasten der Gastgeber ganz lang machen, um einen Freistoß von Fabian Holthaus zu parieren.

Es war noch keine halbe Stunde gespielt, als die himmelblauen Fans jubeln konnten. Dennis Mast beförderte das Spielgerät Richtung Rostocker Tor, sein Schuss wurde von Hansa- Verteidiger Matthias Henn ins eigene Tor gelenkt. Danach waren die Gastgeber bemüht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

In der 35. Minute setzte sich wieder einmal Bittroff auf der rechten Seite durch und bediente Tom Baumgart, der aus Nahdistanz zum 2:0 vollendete. Kurz vor der Pause zog Anton Fink aus elf Metern ab, doch er jagte die Kugel über die

Querlatte.

Wechsel zur Halbzeit

Zur Pause nahm Köhler einen Wechsel vor, brachte Stefano Cincotta für Jan Koch. Koch war angeschlagen und blieb im Hinblick auf das Pokalspiel vorsichtshalber in der Kabine. Zwar legte Chemnitz jetzt nicht den Rückwärtsgang ein, doch Rostock intensivierte jetzt seine Offensivbemühungen. So musste sich Kunz nach einer knappen Stunde lang machen, um gegen Marcus Hoffmann Sieger zu bleiben.

Auf der Gegenseite hätte Daniel Frahn auf 3:0 erhöhen können, hob den Ball aber über das Gebälk (65. Minute). Kurz darauf scheiterte Björn Jopek mit seinem Schuss am Torwart. Chemnitz blieb danach auf der Höhe und sackte völlig verdient den Dreier ein. "Wir waren gegen Rostock die spielbestimmende Mannschaft. Jetzt wollen wir gegen Lok Leipzig am Mittwoch den Pokal holen", sagte Torschütze Baumgart.