Chemnitzer FC stellt Insolvenzantrag

Fussball Verbindlichkeiten von mindestens 2,5 Millionen Euro belasten den Verein

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi während der Pressekonferenz. Foto: Harry Härtel

Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat am heutigen Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi auf einer Pressekonferenz mit. Schon lange befand sich der Traditionsclub in einer finanziellen Schieflage, über die insbesondere in den vergangenen Tagen kräftig spekuliert wurde. Den Club drücken Verbindlichkeiten in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro.

Finanzielle Altlasten sind der Hauptgrund

Dabei handele es sich vor allem um finanzielle Altlasten, die der Drittligist mit sich herumschleppte "Wir haben zwar versucht, mit den Gläubigern zu verhandeln. Doch das hätte auch nur einen Aufschub bedeutet. Wir hätten die Probleme nur in die Zukunft verschoben. Es droht uns eine Zahlungsunfähigkeit", sagte der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Uhlig. Nunmehr werde ein Insolvenzverwalter bestellt. Die Spielergehälter seien bis März überwiesen, die Gelder ab April würden zunächst über das Arbeitsamt gezahlt. Dennoch habe der CFC die laufende Saison sportlich noch nicht abgehakt. "Wir haben mit der Mannschaft zu erst gesprochen und klar gestellt, dass für uns der 18. Platz noch möglich ist.

Mannschaft soll für den Rest der Saison zusammenrücken

Wir wollen sportlich die Saison auf keinen Fall ausklingen lassen", sagte Sportvorstand Steffen Ziffert. Für ihn sei es ein trauriger Tag und sehr schwer gewesen, vor die Mannschaft treten und die bittere Nachricht überbringen zu müssen. "Ich hoffe dennoch, dass die Spieler den Rest der Saison noch zusammenrücken", sagte Ziffert. Die Strukturen des Nachwuchsleistungszentrum sollen aber aufrecht erhalten bleiben. "Ob dennoch Einschränkungen in diesem Bereich notwendig sind, kann ich heute noch nicht sagen", erklärte Steffen Ziffert.