Chemnitzer Fotografen im Fokus

Industriemuseum Neue Schau widmet sich den Billhardts

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Im Industriemuseum sind ab Freitag Fotografien der Familie Billhardt zu sehen. Foto: Industriemuseum

Die Chemnitzer Fotografenfamilie Billhardt steht ab Freitag in einer Sonderausstellung im Industriemuseum im Mittelpunkt. Im Rahmen des Stadtjubiläums "875 Jahre Chemnitz" sind 160 Fotografien von Maria Schmid-Billhardt, ihrem Sohn Thomas Billhardt sowie seinen Kindern Steffen und Katrin erstmals in einer gemeinsamen Schau zu sehen, wie das Industriemuseum informiert. Die Arbeiten umfassen einen Zeitraum von insgesamt knapp 100 Jahren und sind bis zum 2. Dezember im Museum zu besichtigen.

Farb- und Schwarz-Weiß Bilder können erwartet werden

Die Besucher der Ausstellung können sich sowohl auf Farb- als auch auf Schwarz-Weiß-Fotografien freuen. Die älteste Aufnahme ist ein Selbstporträt von Maria Schmid-Billhardt aus dem Jahr 1923. "Sie gehörte zu den wichtigsten Porträtfotografinnen der Stadt Chemnitz im 20. Jahrhundert und führte über fünf Jahrzehnte mit ihrem Ehemann Karlheinz Billhardt ein namhaftes Fotoatelier", so das Industriemuseum.

Thomas Billhardt fing die Welt mit seinem Apparat ein

Die bekanntesten Fotografien des Ausstellungsportfolios kommen von Sohn Thomas Billhardts. Als Fotoreporter der DDR bereiste er über 40 Länder und schuf Fotografien, die zu historischen Fotoikonen wurden, wie die vom Vietnamkrieg. Er lichtete Fidel Castro, Che Guevara oder Salvador Allende ab und arbeitete nach der Wende unter anderem für Unicef. Bekannt sind seine Fotos von Kindern, beispielsweise in den Armutsvierteln der Welt.

Neben internationalen Bildern werden in der Ausstellung im Industriemuseum auch Aufnahmen vom früheren Karl-Marx-Stadt sowie aktuelle Ansichten aus Chemnitz zu sehen sein. Seine Begeisterung für die Fotografie ist auf auch Thomas Billhardts Kinder übergeschwappt - die dritte Generation der Fotografenfamilie. Eine Auswahl ihrer Arbeiten ist ebenfalls Teil der Ausstellung.