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Andre in Puhlheim bei den ZDF-Studios. Bild: privat
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Der Chemnitzer Gastronom André Donath war bei „Bares für Rares“ zu Gast und verkaufte einen seltenen Jugendstil-Teller von Henry van de Velde.
Der Chemnitzer Gastronom André Donath (61) war am Montagnachmittag in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ zu sehen. Seit mehr als zehn Jahren gehört die Show zu den beliebtesten und erfolgreichsten Sendungen im ZDF und gilt als die größte Trödelshow im deutschen Fernsehen.
André Donath ist vor allem durch sein erfolgreiches Restaurant, das Turm-Brauhaus am Chemnitzer Markt, und das dazugehörige Bier bekannt. Nun zog es den Gastronomen in die Fernsehstudios nach Pulheim bei Köln. Dabei hatte der 61-Jährige einen besonderen Porzellan-Teller vom Jugendstil-Künstler Henry van de Velde im Gepäck.
„Ein bisschen aufgeregt war ich schon, aber es war eigentlich total relaxt“, beschreibt der Chemnitzer seine Erfahrungen vor Ort. Beim ZDF seien alle super nett auch hinter den Kulissen gewesen und er habe auch die Chance gehabt, sich mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten. Dabei war u. a. ein Paar, was altes Bier aus Großbritannien verkaufte.
Doch wie kam es überhaupt dazu, dass der Gastronom in der Sendung zu Gast war? Auf einer Ausstellungseröffnung in der Galerie Schmidt-Rottluff lernte Andrè den Kunst- und Antiquitätenhändler Walter Lehnertz, auch bekannt als „Waldi“, kennen, der heute bei „Bares für Rares“ zu sehen ist. In diesem Jahr war Waldi zudem im Turm-Brauhaus in Chemnitz zu Gast. Dort zapfte er sogar eigenhändig Bier und durfte den Prototypen der Bierlikörflasche in der Hand halten.
„Ich habe damals gesagt, dann muss ich mal in deiner Sendung vorbeikommen und dir den originalen Bierlikör mitbringen, wenn er offiziell auf dem Markt ist und das habe ich dann gemacht“, lacht Andre. Eine ganze Kiste habe er Waldi und den anderen mitgenommen.
Doch der eigentliche Grund war der besonderer Sammelteller, den Andre vor etwa 20 Jahren selbst auf einer Auktion ersteigert hatte. In der Sendung erklärte der 61-Jährige, was es damit auf sich hat: „Wir haben in Chemnitz die Villa Esche und da ist ein Henry van de Velde Museum drin. Ich habe dort vor 25 Jahren ein Restaurant eröffnet und genau in diesem Moment jetzt lasse ich es los, ich verkaufe gerade meine Anteile an meinen Freund und Geschäftspartner Falk Heinrich.“
Dieser habe das Restaurant zuletzt sowieso allein geleitet und nun gehöre es ihm ganzheitlich. Mit dem Verkauf des Tellers wolle der Gastronom symbolisch von diesem Lebensabschnitt loslassen. Der Teller sei ein Sammlerstück von etwa 1904, der von Henry van de Velde für Meißen handbemalt wurde und von Experten einen Sammlerwert von 800 bis 1.200 Euro zugesprochen bekommen hatte.
„Wenn man in dem Projekt Villa Esche und dem Restaurant mit involviert ist, will man auch ein kleines Stück van de Velde haben, deshalb habe ich den Teller damals auf einer Auktion ersteigert“, führt der Chemnitzer die Erklärung im Interview mit BLICK.de weiter aus. Das Startgebot lag in der Sendung bei 400 Euro und wurde letzten Endes für 1.300 Euro ersteigert.
Andre freute sich natürlich über das Ergebnis: „Mein Wunschgebot wurde überboten, die Expertise wurde überboten und meine Urlaubskasse freut sich.“ Die Sendung kann ab sofort in der ZDF-Mediathek angeschaut werden.
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