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Chemnitzer Integrationsprojekte steht auf der Kippe

Problem Lamara und CommEUnity werden nicht mehr gefördert und sind von Aus bedroht

"Unsere Beratungsstelle wird derzeit nicht finanziert. Wir kümmern uns darum, dass sich das ändert." Diese Sätze sind derzeit auf der Internetseite des Projektes Lamara zu lesen. Es ist eines von zweien in Chemnitz, das sich um die Themen Migration und Integration kümmert und vom Aus bedroht ist - weil die Finanzierung durch die Sächsische Aufbaubank, die eigentlich bis Ende dieses Jahres dauern sollte, eingestellt wurde.

Projekt soll Frauen unterstützen

Lamara ist ein Projekt des Instituts für soziale und kulturelle Bildung, das seit über 15 Jahren Frauenarbeit leistet. Das Ziel ist es, Migrantinnen besser zu integrieren und ihnen durch Aufklärung und Beratung bei Unsicherheiten und Orientierungslosigkeit im Alltag zu helfen. Dafür bieten die Mitarbeiterinnen eine praktische Lebensberatung mit besonderem Schwerpunkt auf geschlechtsspezifischen Themen an. Ziele sind der Abbau von Kommunikationsbarrieren, Vermittlung und Begleitung in weiterführende Hilfen und Unterstützung bei der Entwicklung von Perspektiven.

Weiteres Projekt hilft EU-Bürgern

Das zweite Projekt, das durch den Wegfall der Förderung auf der Kippe steht, ist CommEUnity und richtet sich an die EU-Bürger, die in Chemnitz und Umgebung leben. "Wir unterstützen unsere Klienten bei der Eingewöhnung und bei der Entwicklung eines Selbsthilfesystems. Wir fördern die Vernetzung der Zuwanderer untereinander, denn der Kontakt zu Menschen aus dem gleichen Lebensumfeld ist für ihr Wohlbefinden und ihr Selbsthilfepotenzial sehr wichtig", so das Team. Zu den Angeboten von CommEUnity gehören unter anderem eine kostenfreie Ausfüllhilfe und qualifizierte Beratung in sozialen Leistungen, Freizeit- und Begegnungsangebote oder Exkursionen in die Region. Durch einen offenen Brief an die Chemnitzer Stadträte hoffen die Verantwortlichen der beiden Projekte nun auf eine kommunale Förderung.

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