Chemnitzer IT-Unternehmen setzt auf Inklusion

Neugründung Chance für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen wächst. Für die regionale Wirtschaft mit vielen klein- und mittelständischen Unternehmen wird dieses Potenzial immer wichtiger - nicht nur vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels. Ein weiterer Schritt in Richtung inklusive Gesellschaft ist zudem die Neugründung von Inklusionsunternehmen.

So startet im September in Chemnitz zum Beispiel die "NerdsClub - IT Service" UG. Ziel ist es, ein Inklusionsunternehmen mit behinderten Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) in der Stadt zu etablieren. Die Auswirkungen der Störung behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sind.

Lohnkosten und erforderliche Assistenzleistungen werden finanziell gefördert

Doch die besondere Begabung im Umgang mit Computertechnik will das Inklusionsunternehmen nutzen, um qualitativ hochwertige Dienstleistungen im IT-Bereich anzubieten. "Menschen mit Behinderungen haben ein Anrecht auf Inklusion und somit an der gesellschaftlichen Teilhabe in allen Lebensbereichen", sagt der Gründer Alexander Haase. "Diese Menschen haben die verschiedensten Potenziale und wenn sie die Chance auf Arbeit erhalten, stellen sie nicht nur einen Mehrwert für die Unternehmen dar, sondern können auch die eine oder andere Fach- und Arbeitskräftelücke schließen."

Arbeitgeber, die auf Inklusion setzen, können finanzielle Förderungen, wie das "Budget für Arbeit" erhalten. Es beträgt bis zu 75 Prozent der Lohnkosten, darüber hinaus werden auch erforderliche Assistenzleistungen finanziert.