"Chemnitzer Platte": Ein besonderer Keks und seine Geschichte

Neues Buch widmet sich grauem Chemnitzer Kultgebäck

Chemnitz

Es ist mausgrau, genauso wie die Süßigkeit, um die es im Buch geht: vor Kurzem wurde die "Chemnitzer Platte" publiziert.

Über die "Chemnitzer Platte" und wo sie zu haben ist

Das Werk, kreiert von der Künstlerin Beate Düber, gibt Aufschluss über das kuriose Gebäck, das an die typische DDR-Architektur erinnern soll. Die "Chemnitzer Platte" ist ein grauer Mürbeteigkeks in der Form einer Betonplatte eines WBS-70-Wohnblocks. Der Keks ist in der Touristinformation und in der Hartmannfabrik zu haben. Die Idee für das Gebäck stammt vom "Institut für Ostmoderne".

Was das Buch für den Leser bereithält

Die Chemnitzerin Künstlerin Beate Düber hatte das Gebäck am Anfang in ihrer Küche gebacken. Nun geht sie, zusammen mit Sophia Pietryga, in ihrem Buch auf die Geschichte, Formen und Rezepte des Kekses ein. Zahlreiche Essays und Fotos von grauen Süßigkeiten sind im Buch abgebildet. Etliche davon sind Zuschriften von Bürgern, die sich selbst an der Chemnitzer Platte in süß versucht haben. Beate Düber war außerdem an Schulen unterwegs und hat mit Kindern zum Keks auch graue Eierkuchen oder Teigtürme kreiert.

Ein Plädoyer für "das Grau"

Außerdem hält sie ein Plädoyer für das Grau. Es sei, im Gegensatz zum Schwarz und Weiß, eine Farbe die sowohl etwas aufnimmt als auch etwas abgibt. Grau sei zwar auf den ersten Blick unscheinbar, aber eben auch präsent und konstant. Das beweise ein Blick in die Geschichte. "Es ist eine ganz vernünftige Farbe, die der Zeit besser zu Gesicht stünde als schwarz-weiß", so Beate Düber.

Wo das Buch erhältlich ist

Erhältlich ist das Buch "Chemnitzer Platte" in der Touristinformation.

 

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