Chemnitzer Stadtstrategen legen mit Herzblut los

Kultur Auftakt der Chemnitz-Strategie im Tietz

Am Mittwochabend erlebte das Tietz einen echten Ansturm, denn viele Chemnitzer wollten bei der Auftaktveranstaltung zur Entwicklung der Chemnitz-Strategie dabei sein. Kulturschaffende, Unternehmer, sozial und im Sport engagierte Mitstreiter verschiedener Vereine, Familien und viele weitere Interessierte ließen es sich nicht nehmen, die erste Antwortsammlung auf strategisch ausgerichtete Fragen zu erstellen: Was wünschen sich die Chemnitzerinnen und Chemnitzer? Womit sollen wir uns in den kommenden Jahren beschäftigen? Welche Fragen müssen bis 2040 beantwortet werden?

Engagierte Chemnitzer wurden kreativ

Die Teilnehmer legten engagiert los, beschrieben und gestalteten die ausgelegten Kärtchen und brachten ihre ganz persönliche Handschrift in die Vision für das zukünftige Zusammenleben in Chemnitz ein. "Es gibt nichts Schöneres als an diesem traditionsreichen Ort wie dem TIETZ mit den Menschen dieser Stadt eine Reise ins Jahr 2040 zu starten, Ideen aufzunehmen und gemeinsam eine Mission zu entwickeln", sagte Ralph Burghart, Bürgermeister für Bildung, Soziales, Kultur und Sport. Die Chemnitz-Strategie sei ein diskursiver Prozess mit der Stadtgesellschaft, der sukzessive ausgebaut und weiterentwickelt werde.

Emsig am Ausfüllen der Karten war auch Lutz Schulze, der aufgrund seines Engagements für das Kinderhilfswerk Unicef, eine Einladung erhalten hatte. "Ich weiß, dass es wohl eng wird, dass ich 2040 noch dabei bin. Aber mir ist viel daran gelegen, wie wir unsere Stadt unseren Kindern und Enkeln übergeben", beschrieb der 74-jährige. Der pensionierte Technologe sei kein Freund von Demos, sondern wolle lieber aktiv mitgestalten. "Meine Hauptfrage ist, wie sich Chemnitz einer immer älter werdenden und sinkenden Bevölkerung stellen möchte", betonte Lutz Schulze. Der Rentner zeigte sich begeistert über die Veranstaltung und möchte durch ehrenamtliche Mitarbeit beim Prozess zur Erstellung der Chemnitz-Strategie mitwirken.

Input soll aufgearbeitet werden

Am Ende der zweistündigen Veranstaltung waren erste Kernpunkte zu erkennen, die die Menschen in Chemnitz im gesamtstädtischen Leitbild verankert wissen möchten: Demokratie, Mobilität, Infrastruktur, Nachhaltigkeit und das Image der Stadt.

"Wir werden alle Kärtchen sorgfältig abschreiben, gemeinsam auswerten und analysieren. Schon bald können wir dann eine Rückmeldung geben, wie wir gemeinsam aktiv voranschreiten", fasste Anna Galda von der Stabsstelle Strategieentwicklung der Stadt Chemnitz zusammen. Schon bald soll es weitere Informations- und Mitmachveranstaltungen, öffentliche und Experten-Runden geben. Mit ansprechenden Veranstaltungsformaten, die Spaß machen und den direkten Dialog fördern, möchte man die Chemnitz-Strategie mit den Menschen der Stadt entwickeln und so auch für den Prozess der Kulturhauptstadtbewerbung 2025 wichtige Impulse geben.