Chemnitzer Unternehmer sind "Macher des Ostens"

Wirtschaft Start-up Intenta gewinnt Wirtschaftspreis in Berlin

In freudiger Erwartung fuhren Basel Fardi und Heiko Cramer, Gesellschafter der Chemnitzer Intenta GmbH, vergangene Woche nach Berlin. Sie waren mit ihrem Unternehmen für die Auszeichnung "Macher 25 - der große Wirtschaftspreis des Ostens" nominiert und hatten sich damit als eine der besten unter über 150 Vorschlägen erwiesen. Die Auszeichnung wird von einem großen Berliner Unternehmerverband vergeben, die Jury war hochkarätig besetzt - unter anderem mit Brandenburgs Ex-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck als Vorsitzendem - und als Festredner für die Preisverleihung hatte sich Staatssekretärin Iris Gleicke angesagt: Großes Kino also für das Chemnitzer Unternehmen, das in der Kategorie "Start up/Innovation" nominiert war. Erst 2011 gegründet, befassen sich heute bereits 85 Mitarbeiter mit der Entwicklung eines intelligenten Sensors: Dessen Technik erfasst seine Umgebung dreidimensional. Durch besondere Algorithmen erkennt seine Software Objekte und Personen - eine Technologie, die unter anderem Audi und Porsche für Einparkhilfen nutzen, die aber auch in Strahlentherapie-Räumen oder bei der Steuerung von Anlagen eingesetzt wird: Kommt ihnen ein Mensch zu nahe, schalten sie sich zum Beispiel automatisch ab. Mit diesem Konzept und seinem bisherigen Wachstum überzeugte das Chemnitzer Unternehmen, das seinen Sitz im Technologie Centrum hat, schließlich auch die Jury - und holte sich den Sieg in seiner Kategorie. "Die Preisträger verbindet ihr herausragender Einsatz für den Standort Ost", lobte Sigrid Nikutta, Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, die Sieger: "Ihre Leistung verdient höchste Anerkennung." Eine Anerkennung, über die sich auch die Intenta-Chefs Fardi und Cramer in Berlin freuten.