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Chemnitzer Verein erfüllt letzte Wünsche

Soziales Mitglieder sind auf Spenden angewiesen

Daniela Lieberwirth stand dem kleinen Lukas sehr nahe. 2014 erkrankte er an Leukämie, im Januar 2016 verstarb er leider an den Folgen der Krankheit. Wenige Wochen vorher konnten ihm noch zwei große Wünsche erfüllt werden: Er durfte in einem Feuerwehrauto mitfahren und einen Affen streicheln. "Nachdem Lukas' Eltern seine Wünsche geäußert hatten, habe ich spontan die Initiative ergriffen und die Umsetzung realisiert", erzählt die 43-Jährige. Aus diesem Erlebnis ist 2016 der Verein Lukas Stern entstanden.

Herzenswünsche erfüllen

Es handelt sich dabei um einen gemeinnützigen Verein, der schwer kranken Menschen, egal welchen Alters, Herzenswünsche erfüllen möchte. Die aktuell sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter vermitteln zwischen Menschen die Hilfe brauchen, helfen wollen und denen, die bei der Umsetzung der Wünsche helfen können. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um die notwendigen Kontakte und Netzwerke. Damit möchten sie den erkrankten Menschen und den betroffenen Familien wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Seit der Gründung des Vereins hat dieser rund 25 Anfragen über Facebook und die Homepage www.lukas-stern-ev.de erhalten. "Viele Familien wenden sich an uns, weil sie keine finanziellen Mittel mehr haben, da die Behandlung und Pflege enorm kostenintensiv ist", erklärt die Vereinsvorsitzende. Einen Teil der Anfragen können sie nicht bewerkstelligen, alle anderen Anfragen versuchen sie zu realisieren. Für die neunjährige Lena aus Chemnitz haben sie den Dachboden ausgebaut, damit sie ein eigenes Zimmer bekommt.

Der 18-jährige Max aus Chemnitz konnte zwei Spieler der Niners treffen und ein Heimspiel als VIP besuchen. Aktuell sammeln sie Spenden für den fünfjährigen Ewen aus Auerbach/Erz. Er soll einen Rehabuggy bekommen, damit er in der Kita transportiert werden kann. "Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren ein Netzwerk aufzubauen, um mehr Spenden zu generieren und noch mehr Wünsche erfüllen zu können", sagt die Wund- und Ernährungsschwester.



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