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Chemnitzer will allein und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest

Menschen Jost Kobusch vor einer Expedition ins absolut Extreme

Er liebt die Herausforderung. Und die, die er in den nächsten Wochen angeht, hat es in sich: Jost Kobusch, Student der TU Chemnitz, will den Mount Everest im Winter besteigen - allein und ohne Sauerstoff. Das haben vor ihm nur wenige andere versucht. Der 27-Jährige fliegt am morgigen Sonntag nach Nepal. "Das Projekt wird sehr schwierig. Aber ich liebe das Schwierige", sagt er. Kobusch wurde 1992 in Bielefeld geboren und besuchte eines Tages eine Kletter-AG. Die fixte ihn an. Das Klettern zählt für den jungen Mann zu den letzten großen Abenteuern, die man erleben kann - ein Aufbruch ins Unbekannte, ohne Komfort.

Kletterübungen im Erzgebirge

Kobusch studiert Sports Engineering, trainiert an Felsen im Erzgebirge. Der Mount Everest ist allerdings eine ganz andere Hausnummer: die Besteigung kann tödlich sein. Doch das schreckt den Sportler nicht ab. Er habe sich intensiv vorbereitet, zum Beispiel auf eisige und windige minus 55 Grad Celsius. Ein spezieller Daunenanzug soll ihn vor der Kälte schützen. Die Füße sollen mit einer Spezialmischung eingerieben und dann schichtweise in Socken und Plastiktüten verpackt werden. Am wichtigsten sei es aber, den Oberkörper warm zu halten, so Kobusch.

Vor drei Jahren stand der Solo-Bergsteiger als jüngster deutscher Bergsteiger auf dem Gipfel des Annapurna im Himalaya. Im letzten Jahr war der Extrem-Alpinist zum höchsten Berg Ozeaniens in Papua unterwegs. Aber warum tut er das alles stets allein? "Weil ich dann immer alles so machen kann, wie ich es gerade will, ohne Verantwortung für jemand anderen übernehmen zu müssen", erzählt er. Für die Besteigung des Mount Everest hat er bis Ende Februar 2020 Zeit, dann beginnt der Frühling. BLICK wird weiter berichten.



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