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Chemnitzer Wohnraum immer billiger

Immobilien Kaufpreis sinkt gegen den Trend - im Durchschnitt 855 Euro pro Quadratmeter

Besitzer von Eigentumswohnungen in Chemnitz haben in den letzten fünf Jahren Geld verbrannt. Der durchschnittliche Kaufpreis sank um 17 Prozent. Kostete der Quadratmeter 2008 noch im Schnitt 1.036 Euro, zahlten Käufer 2013 nur noch durchschnittlich 855 Euro. Damit entwickelten sich Immobilien in Chemnitz gegen den deutschlandweiten Trend.

Ein Fakt, der bei Steffen Steinert für einiges Stirnrunzeln sorgt: "Diese Entwicklung sollte zum Nachdenken anregen", sagt der Geschäftsführer des Haus und Grundbesitzervereins Chemnitz und Umgebung, "denn der Preis von Wohnraum spiegelt letztlich die Attraktivität einer Stadt wider." Lebt es sich in Chemnitz also schlechter als vor fünf Jahren? Nein, aber der Stadt fehle beispielsweise das studentische Leben. Unter den mitteldeutschen Städten, die in der Studie von Immowelt unter die Lupe genommen wurden, führt Jena das Ranking an. Plus 27 Prozent in fünf Jahren, ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis von 2.081 Euro. Seit Jahren wächst die Stadt stetig durch ihre Studentenzahl. Häufige Wiedervermietungen befeuern die Preise.

"Ein Nachteil für Chemnitz ist sicher auch, dass alles etwas dezentral entwickelt ist", sagt Steinert. Zum Vergleich: die anderen beiden sächsischen Großstädte wuchsen: In Leipzig kostet der Quadratmeter im Schnitt 1.433 Euro, in Dresden 1.880 Euro. Und es gibt sogar bereits Lagen, wo an die 4.000 Euro auf den Tisch gelegt werden müssen.