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Christina Schwanitz meldet sich mit Weltjahresbestleistung zurück

Leichtathletik Kugelstoßerin vom LV 90 Erzgebirge gewinnt Wettkampf in Chemnitz

Mit einer Weltjahresbestleistung hat sich Kugelstoßerin Christina Schwanitz nach fast anderthalbjähriger Wettkampfpause zurückgemeldet. Bei einem kurzfristig organisierten Wettkampf für Bundeskader im Chemnitzer Sportforum, bei dem keine Zuschauer zugelassen waren, sicherte sich die Leichtathletin vom LV 90 Erzgebirge mit 19,11 Metern den ersten Platz. "Sicherlich ist noch etwas mehr drin, aber mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden", so die 35-Jährige nach ihrem Erfolg. Für sie sei wichtig gewesen, trotz der Corona-Pandemie überhaupt mal wieder unter Wettkampfbedingungen ihr Können unter Beweis zu stellen. "Deshalb bin ich froh, dass der Verein diese Veranstaltung auf die Beine gestellt hat."

Zweite LV-90-Starterin überzeugt

Auch Vereinskollegin Katharina Maisch wusste nach einem durchwachsenen Jahr 2020, das von Verletzungen geprägt war, in Chemnitz zu überzeugen. Sie steigerte ihre persönliche Bestleistung auf 18,12 Meter und belegte damit hinter Sara Gambetta (SV Halle/18,18 m) den dritten Platz. "Die Olympischen Spiele sind mein großes Ziel. Dort will ich zusammen mit Christina hin", sagt die Drehstoßtechnikerin, deren Fokus aber zunächst einmal auf der Deutschen Hallen-Meisterschaft sowie auf der Hallen-Europameisterschaft liegt. "Weil es bis dahin kaum Wettkämpfe gibt, haben wir selbst etwas organisiert. Niemand soll ins kalte Wasser geworfen werden", sagt LV-90-Trainer Sven Lang, der sich speziell im weiblichen Bereich über ein hohes Niveau freute.

Auch ein Test für die Nerven

Dass die Veranstaltung wichtig war, wurde im Verlauf des Vormittags deutlich. Speziell im Wettbewerb der Männer war zu erkennen, dass sich Trainingsleistungen nicht einfach so unter Wettkampfbedingungen abrufen lassen. Selbst der Münchener Christian Zimmermann, der in Abwesenheit von David Storl mit 19,34 Metern gewann, war nicht wirklich mit sich zufrieden. "Drehung und Technik haben nicht zu dem gepasst, was ich im Training mache", sagte der 26-Jährige vom Kirchheimer SC, der sich in Kürze den deutschen Hallen-Titel schnappen will. Auch er freute sich deshalb über die Chance in Chemnitz, endlich Wettkampfluft zu schnuppern. "Bei nervlicher Anspannung schleichen sich schon mal Fehler ein. Deshalb haben wir den Wettkampf durchgeführt", erklärt Sven Lang, der mit seinem Organisationsteam auf die strikte Einhaltung des Hygiene-Konzepts achtete.