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Christoph Teichmann und sein Saxofon sorgen für Begeisterung

engagement Musikalischer Balsam im Corona-Jahr

Auch die Pflegeheime sind zum Schutz der älteren Generation vom zweiten Lockdown betroffen, und viele Bewohner leiden unter der Einsamkeit. Wie schon im Mai, so sorgen auch jetzt wieder Musiker, wie Christoph Teichmann, für etwas Balsam auf den Seelen. Der Saxofonist beschallt dreimal wöchentlich immer zur gleichen Zeit den Innenhof im Karree des Kreuzstiftes auf dem Chemnitzer Kaßberg. Die Senioren im Betreuten Wohnen der Stadtmission öffnen die Türen, stehen mit Winterjacke und Mütze auf den Balkonen und summen mit. Ebenso im Pflegeheim der Diakonie öffnen sich die Fenster, und es wird genüsslich gelauscht.

Freude auch beim Personal

Auch das Pflegepersonal ist begeistert über das Engagement des passionierten Hobbymusikers. "Meine Mutter ist hier in der Dauerpflege. Besuch ist nur zeitlich begrenzt und mit strengen Auflagen möglich. Ich möchte deshalb für etwas Freude bei den Menschen hier sorgen", sagt er und genießt den Beifall, der anerkennend durch den Innenhof schallt. Viele der Bewohner sind seit Jahrzehnten Mitglied der angrenzenden St.-Pauli-Kreuz-Kirchgemeinde und kennen die Stücke aus dem evangelischen Gesangbuch. "Auch meine 93-jährige Mutter realisiert sofort, dass ich es bin, der da musiziert. Beim Saxofonspielen hilft mir nun der Flötenunterricht, zu dem sie mich damals geschickt hatte", lächelt Christoph Teichmann und fügt stolz hinzu, dass seine Mutter über 50 Jahre lang im Mütterkreis der Gemeinde tätig war.

Nach den Konzerten winken die Senioren vom Balkon oder hinter Glasscheiben. Ihr regelmäßiger Besuch sorgt für eine willkommene Abwechslung in Zeiten von Corona und Isolation. Und während er seinen Saxofonkoffer ins Auto lädt, hört man schon die nächsten Klänge einer Trompete auf dem Kaßberg...



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