Comeback nach Handverletzung: Chemnitzer Radprofi Vincent John startet wieder durch

Nach einem schweren Sturz im April musste Vincent John lange pausieren. Nun sitzt der 21-Jährige wieder im Sattel und sammelt mit seinem Team in Polen wichtige Rennkilometer.

Chemnitz

Vincent John sitzt endlich wieder im Sattel seines Rennrads. Nach einem schweren Rückschlag im Frühjahr ist der junge Chemnitzer Radprofi zurück im Wettkampfgeschehen und blickt wieder deutlich zuversichtlicher nach vorn.

Sturz stoppte den Saisonverlauf

Der Pedaleur, der seit dieser Saison für das Team Schwingshandl Intralogistics fährt, war im April bei einer Rundfahrt gestürzt. Dabei zog er sich eine schwere Handverletzung zu.

Für John bedeutete das zunächst eine lange Pause. Statt Rennen und Trainingsalltag stand erst einmal die Genesung im Mittelpunkt.

Finger kaum noch beweglich

Nach dem Unfall konnte John die Finger an einer Hand fast gar nicht mehr bewegen. Die Folgen der Verletzung waren damit gravierend.

„Es folgten regelmäßige Ergotherapiesitzungen, später konnte ich wenigstens auf der Rolle trainieren“, sagt der Chemnitzer Leistungssportler.

Ganz auskuriert ist die Verletzung noch nicht. Nach eigenen Angaben fehlen noch rund 5 Prozent bis zur vollständigen Genesung.

Trotzdem zeigt sich John optimistisch. „Doch ich bin sehr zuversichtlich“, macht der 21-Jährige deutlich.

Behandlung läuft weiter

Mittlerweile kann John wieder ganz normal trainieren. Ganz abgeschlossen ist die medizinische Betreuung aber noch nicht.

„Ich kann wieder ganz normal trainieren, habe aber weiterhin einmal pro Woche in Chemnitz Behandlung“, erklärt John.

Der Chemnitzer hat inzwischen auch seine ersten beiden Wettkämpfe nach der Zwangspause bestritten. Damit ist der nächste wichtige Schritt im Comeback geschafft.

Besonders ordentlich lief es für ihn am vergangenen Sonntag beim traditionellen Rennen „Rund um Großwaltersdorf“.

Podestplatz in Großwaltersdorf

Dort fuhr der 21-Jährige auf den 3. Platz. Mit dem Ergebnis zeigte sich John zufrieden.

„Ich habe mich gut gefühlt, hatte Spaß und die Kraft, immer wieder von vorn zu attackieren“, sagt der Sachse.

Mit dem Rennen in Großwaltersdorf verbindet John ohnehin gute Erinnerungen. Dort konnte der Chemnitzer 2022 und zwei Jahre später die Erzgebirgsrundfahrt gewinnen. Dass er diesmal im Sprint von zwei Pedaleuren geschlagen wurde, nahm er gelassen.

„Ich bin über den Podestplatz glücklich. Und mein Vater freute sich über ein kleines Fass Bier, das ich bei einem Prämiensprint gewonnen habe“, schmunzelt John.

Der Podestplatz war für ihn damit auch ein emotional wichtiger Erfolg nach den schwierigen Wochen der Reha.

Nächster Einsatz in Polen

Jetzt ist John mit seiner österreichischen Mannschaft bis Sonntag bei der Tour Mazurskich Twierdz in Polen im Einsatz. Auf drei Etappen sind dort insgesamt 523 Kilometer zu bewältigen.

Für den Chemnitzer ist das die nächste Gelegenheit, weiter in den Rennrhythmus zu finden. Mit Blick auf die nächsten Tage geht John mit viel Zuversicht an den Start. Große Ansagen vermeidet er dabei bewusst.

„Ich werde mich in den Dienst der Mannschaft stellen und möchte die Chance nutzen, meine Form weiter aufzubauen“, blickt er nach vorn.

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