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Sachsen

Corona-Krise: Handwerk kämpft mit der Auftragslage

Umfrage Massive Einbrüche der Betriebe im Kammerbezirk Chemnitz

Neun von zehn Handwerksbetriebe sind aufgrund der Corona-Maßnahmen von Umsatzrückgängen betroffen. Über alle Handwerke im Kammerbezirk Chemnitz sind die Umsätze dabei um durchschnittlich 60 Prozent zurückgegangen. Dieser erste Einblick in die aktuelle Lage ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit den Handwerkskammern und Fachverbänden.

Gesundheits- und die personenbezogenen Dienstleistungshandwerke am häufigsten betroffen

Am häufigsten von Umsatzeinbrüchen betroffen sind die Gesundheits- und die personenbezogenen Dienstleistungshandwerke wie beispielsweise Friseure und Kosmetiker. Die Umsatzrückgänge im Gesundheitshandwerk betragen 76 Prozent, im personenbezogenen Dienstleistungshandwerk sogar mehr als 90 Prozent.

Aber auch die Kfz-Betriebe sind mangels Handel und Zurückhaltung der Kunden im Werkstattbereich stark betroffen. Im Gesamthandwerk liegt die Quote der stornierten Aufträge aktuell bei 48 Prozent, insgesamt berichten 62 Prozent der Betriebe von Stornierungen.

Auch finanzielle Zuschüsse benötigt

Handwerkskammer-Präsident Frank Wagner zu den Zahlen und der ersten Bestandsaufnahme: "Die Ergebnisse der Umfrage und die vielen persönlichen Beratungen von Firmen in der letzten Woche lassen eines immer klarer werden: Wir brauchen in Sachsen nicht nur Darlehensprogramme, sondern für Betriebe mit mehr als zehn und unter 250 Mitarbeitern auch finanzielle Zuschüsse!

Um die Liquidität der betroffenen Unternehmen noch weiter zu erhöhen fordern wir darüber hinaus die Ausweitung der Antragsberechtigten für das sächsische Soforthilfe-Darlehen, die Anpassung des Kurzarbeitergelds mit Blick auf die Auszubildenden, die sofortige Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge und die Aussetzung der Steuervorauszahlungen für die nächsten zwölf Wochen für alle Betriebe."

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