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Vogtland

Corona: Patientenzahlen in Kliniken steigen weiter

Corona Chemnitz koordiniert Sachsens Logistik für SARS-CoV-2-Impfung

Die Corona-Infektions- und Patientenzahlen steigen unvermindert steil an. Die erwartete zweite Welle der Infektionen mit SARS-CoV-2 trifft auch die Krankenhäuser mit voller Wucht. Im Klinikum Chemnitz stieg die Anzahl der Patienten auf der COVID-19-Normalstation innerhalb der letzten sieben Tage von 129 auf 163. Auf der Intensivstation müssen derzeit (Stand: 3. Dezember) insgesamt 24 Patienten behandelt werden.

Koordinierungsstelle als Erfolgsfaktor

Doch die sehr hohen und weiter steigenden Belegungszahlen sind für alle Krankenhäuser eine enorme Herausforderung. "Hier zeigt sich, dass der sächsische Weg, zentrale Koordinierungsstellen für Regionen einzurichten, aktuell ein Erfolgsfaktor bei der Bewältigung der Corona-Pandemie ist", sagt Dirk Balster, Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz und Koordinator für die Region Südwestsachsen. Die Region ist besonders betroffen und arbeitet derzeit mit fast 1.000 hospitalisierten Patienten täglich im Grenzbereich.

Uni-Klinikum Leipzig hilft bei Überlastung aus

"Dieses Cluster-Prinzip in Sachsen hat einen weiteren Vorteil: Die Regionen können sich auch gegenseitig unterstützen", erklärt Dirk Balster weiter. Deshalb habe man jetzt gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Leipzig als Koordinierungsstelle für Nordsachsen vereinbart, dass bei Überlastung im Cluster Südwestsachsen ITS-Patienten über die Koordinierungsstelle am Klinikum Chemnitz ans Uni-Klinikum Leipzig abgegeben werden können.

Impfungen werden von Chemnitz aus koordiniert

Auch der Aufbau der Logistik für die SARS-CoV-2-Impfung wird von Chemnitz aus koordiniert. Federführend für die Belange der Kliniken im Freistaat Sachsen ist Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin und Leiter der Abteilung Krankenhaus- und Umwelthygiene am Klinikum Chemnitz: "Die Impfung gegen das neuartige Corona-Virus ist ein entscheidender Schritt, um die Infektionszahlen zu senken und damit die Pandemie zu bewältigen und in nicht allzu ferner Zeit zu einem normalen Alltag zurückzukehren", sagt der Infektiologe.

Impfstart voraussichtlich Anfang 2021

Der SARS-CoV-2-Impfstoff könnte - nach derzeitigem Stand - Anfang 2021 zur Verfügung stehen, so dass die ersten Gruppen - darunter Angehörige systemrelevanter Berufsfelder wie Gesundheitswesen, Polizei und Feuerwehr, aber auch Risikogruppen wie ältere und vorerkrankte Menschen insbesondere in Pflegeeinrichtungen - erstmals gegen SARS-CoV-2 geimpft werden könnten. Für eine ausreichende Immunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen oder vier Wochen, in Abhängigkeit vom genutzten Impfstoff, nötig.