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Corona: Sächsische Unternehmer mit Lösungen für Events

Pilotprojekt Zweistufiges Projekt soll Ansteckungen vermeiden

Wie geht es nach dem zweiten Lockdown eigentlich weiter? Keine Frage bewegt die Republik derzeit so stark, wie diese. Zwei Unternehmen aus Sachsen haben für Veranstaltungen eine plausible Lösung gefunden. Ihr Konzept soll auch für größere Personengruppen sichere Kontakte ermöglichen. Für das zweistufige Pilotprojekt haben sich die Scharfensteiner Seiwo Technik und die Neumarker 4.0 Automation zusammengetan.

Licht- und Luftfilter killen Viren

Seiwo Technik hat den sogenannten "Protect.Cube" entwickelt - ein Raum, in dem spezielle Licht- und Luftfilter dafür sorgen, dass Viren keine Chancen haben. Er ist zum Beispiel für den Einsatz im Eingangsbereich von Veranstaltungsgebäuden wie Messen oder Stadien konzipiert. "Sobald eine Person den Cube verlassen hat, wird dieser mit UV-C-Licht desinfiziert. Das spart Desinfektionsmittel und Personal", erklärt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer des Unternehmens.

Permanente Messung der Körpertemperatur als Schlüssel

Die Lösung, mit der Thomas Krause, Gründer der Firma 4.0 Automation im vogtländischem Neumark, die Corona-Pandemie in den Griff bekommen möchte, ist ein paar Nummern kleiner als der "Protect Cube". Krause hat eine Uhr namens "Protect.Watch" entwickelt, die wie ein Fitnessarmband arbeitet, das permanent Daten wie zurückgelegte Schritte oder Schlafrhythmus aufzeichnet. Zusätzlich misst sie minütlich die Temperatur - sowohl vom Träger als auch von der Umgebung. Die Daten werden an einen Server geschickt und dort von einer künstlichen Intelligenz genau ausgewertet. "Am Ende können wir mit ziemlich hoher Sicherheit sagen, ob der Körper des Trägers gerade mit einem Infekt kämpft oder nicht - und das bereits wenige Stunden nach der Ansteckung. Mit dieser frühzeitigen Erkennung kann jede Infektion an der Ausbreitung gehindert werden", sagt Krause.

Basketballteam testet Pilotprojekt seit Dezember

Jens Grube, Nachwuchstrainer bei den Chemnitzer ChemCats, hat das Konzept der beiden sächsischen Unternehmen sofort überzeugt. "Wir haben hohe Auflagen bekommen und betreiben viel Aufwand, um Training und Spielbetrieb abzusichern. Da haben wir ein Interesse an einfachen Lösungen, die größtmögliche Sicherheit garantieren", sagt er. Die ChemCats testen das zweistufige Pilotprojekt seit Mitte Dezember.