Corona-Virus: Erster Verdachtsfall in Chemnitz

News Kliniken in Sachsen sind gut vorbereitet

Sachsen.

Update, 26. Februar 8 Uhr: In Chemnitz soll es ersten Medienberichten zufolge einen Verdachtsfall geben. Dabei soll es sich um eine Frau handeln, die kürzlich von einer Italien-Reise zurückkehrte. Sie hielt sich wohl in einem italienischem Gebiet auf, in dem das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Die Frau selbst sei zunächst negativ auf das Virus getestet worden, ist aber zur Sicherheit in ihrer Wohnung vorsorglich unter Quarantäne. 

In Sachsen gibt es nach wie vor keine laborbestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Corona-Virus. Darüber informierte am gestrigen Dienstag Gesundheitsministerin Petra Köpping die Staatsregierung auf der Kabinettssitzung. Es gab in Sachsen bisher insgesamt sieben Verdachtsfälle. Alle diese Personen wurden negativ auf das Corona-Virus getestet und trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert.

Es handelt sich um eine Person aus dem Erzgebirgskreis, die in der Firma Webasto in Bayern direkten Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Und es handelt sich zudem um fünf Rückkehrer des Kreuzfahrtschiffes MS Westerdam. Auch diese wurden negativ getestet, zeigen keine Krankheitssymptome und haben sich trotzdem als Vorsichtsmaßnahme häuslich isoliert. Diese Isolation dauert noch bis Ende dieser Woche. Dann sind für alle Rückkehrer die 14 Tage häusliche Isolation beendet und damit auch die maximale Inkubationszeit vorüber. 

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärt: "Die Gesundheitsämter, Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind sehr gut vorbereitet und wissen was zu tun ist. Alle Krankenhäuser Sachsens sind in der Lage, Infektionspatienten gut und sicher zu behandeln und auch zu isolieren." Die Infektionsgefahr ist in Sachsen gering, aber nicht unmöglich. Wer Symptome bei sich entdeckt, der soll sich bitte telefonisch unter 116117 oder dem Gesundheitsamt melden.