Crystal: Platz 1 für Chemnitz - eine bittere Auszeichnung

Realität Studie vergleicht Drogengehalt in städtischen Abwassern

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Crystal, ein illegales Rauschgift. Foto: Harry Härtel

Laut einer Studie des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction ist Chemnitz auf Platz 1 des europäischen Städtevergleichs von Methamphetamin-Rückständen im Abwasser. Bei dem Städtevergleich wurden 60 europäische Städte untersucht.

Dazu äußert sich Christin Furtenbacher, Grünen-Stadträtin im Sozialausschuss, wie folgt: "Um diesem Ausmaß des Crystal-Konsums Rechnung zu tragen, müssen alle Säulen der Sucht- und Drogenpolitik gestärkt werden: Präventionsangebote, Strafverfolgung, Beratungs- und Behandlungsangebote, wie auch Maßnahmen zur Überlebenshilfe und Schadensreduzierung." Doch wie genau Schaden reduziert werden kann ist kontrovers. "Sozialarbeiter in der Chemnitzer Partyszene einzusetzen, sind da ein guter Ansatz", bemerkt Furtenbacher.

Muss Chemnitz handeln?

"Außerdem braucht es Sensibilisierungs- und Präventionsangebote, die die gesamte Breite der Bevölkerung erreichen: über Kinder und Jugendliche hinaus beispielsweise auch Führungskräfte, Studierende, Menschen, die in Schichten arbeiten und Schwangere. Das erfordert, über den Tellerrand zu schauen und beispielsweise auch auf Wirtschaftsverbände wie IHK und Handwerkskammer, sowie den Studentenrat und Hebammen mit dem Thema in Kontakt zu treten", so der Appell der Bündnisgrünen.