CVAG investiert in Sicherheit ihrer Fahrer

Verkehr Neue Stadtbusflotte mit flexiblen Scheiben an Fahrerkabine

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Chemnitz CVAG hat neue Busse angeschafft, bei denen der Fahrer durch eine besondere Schutzscheibe geschützt wird. Im Foto Mathias Venus Mitarbeiter in der Werkstatt bei der Prüfung der Scheibe. Foto: Andreas Seidel

Die Stadtbusfamilie der Chemnitzer Verkehrs-AG hat Zuwachs bekommen. Vergangene Woche rollten insgesamt 13 Fahrzeuge der neuesten Citaro-Generation von Mercedes-Benz, darunter fünf Gelenkbusse und acht Standardbuslinien, aus dem Mannheimer Werk nach Chemnitz.

Auf den ersten Blick sind die neuen Fahrzeuge kaum von ihren Vorgängern zu unterscheiden. Die Neuerungen fallen erst beim Einsteigen ins Auge - vor allem die Scheibe aus Sicherheitsglas vor der Fahrerkabine, die bei Bedarf per Knopfdruck hochgefahren werden kann.

"Damit reagieren wir auf die gestiegenen Gefahrensituationen, denen unsere Fahrer in jüngster Vergangenheit ausgesetzt waren. Allein drei bewaffnete Raubüberfälle gab es in den letzten zwei Jahren", sagt CVAG-Sprecher Stefan Tschök.

Kein Muss, aber eine Chance

"In vielen anderen Ländern gehören diese Sicherheitsvorkehrungen bereits zum Standard. Wir haben uns aber bewusst gegen eine starre Glaskabine und für eine flexible Scheibe entschieden. Die Nutzung ist für Busfahrer also kein Muss. Aber sie haben damit die Chance, sich kurzfristig zu schützen."

Im Zuge der Neubestellung sei man auch auf die Anregungen des Behindertenverbandes eingegangen, deren Mitglieder im Frühjahr einen Prototypen der neuen Fahrzeuge testen konnten. So gibt es anstatt einen nun wieder zwei Rollstuhlplätze und die kontrastreichere, gelbe Farbe der Haltesangen ist für sehbehinderte Menschen besser zu erkennen.

Daneben hat sich auch das Bezugsmotiv der insgesamt 33 Sitzplätze geändert. Desweiteren wurden die Fahrzeuge mit einer geteilten Seitenbeplankung geliefert, um den Reparaturbedarf zu verringern.

Die Gesamtkosten der 13 Busse beliefen sich auf knapp vier Millionen Euro. Davon wurden sechs Standardbuslinien aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die restlichen Fahrzeuge wurden durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit einer halben Million Euro bezuschusst. Für die Ausstattung mit Sicherheitsscheibe beliefen sich die Ausgaben auf rund 7.000 Euro mehr pro Fahrzeug.