Cyberkriminalität nimmt weiter zu

Umfrage Immer mehr Bürger geben an, betroffen zu sein

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2016 gab es rund 1.400 Hacker-Angriffe auf das Sächsische Verwaltungsnetz. Foto: Rico Hinkel

Straftaten in Verbindung mit dem Internet sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Im vergangenen Jahr gab es allein rund 1.400 Hacker-Angriffe auf das Sächsische Verwaltungsnetz, mehr als 75.000 Schadprogramme wurden gefunden und entfernt.

Waren es vor fünf Jahren sachsenweit noch rund 7.600 erfasste Fälle von Cyberkriminalität, wurden 2016 bereits rund 10.200 angezeigt. Die Dunkelziffer solcher Delikte dürfte jedoch weitaus höher sein. Vor diesem Hintergrund hatte das Innenministerium in diesem Jahr eine repräsentative Umfrage zum Thema "Cybersicherheit" in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse zeigen: Cyberkriminalität ist wichtiges Thema

58 Prozent der insgesamt 1.000 befragten Internetnutzer gaben an, schon einmal von einer der häufigsten Formen von Cyberangriffen betroffen gewesen zu sein. Hierzu zählen die Infizierung der privaten Geräte durch Schadsoftware, der Waren- und Dienstleistungsbetrug im Internet, der Identitätsdiebstahl oder die digitale Erpressung.

"Die Ergebnisse zeigen, dass Internetkriminalität kein lästiges Randthema im Alltag der Bevölkerung ist, sondern den Nutzern inzwischen bewusst ist, dass sie jederzeit und überall selbst Opfer von Cyberkriminalität werden können", sagt Chief Information Officer (CIO) Michael Wilhelm.

Viele Internetnutzer schützen sich

"In Sicherheitsfragen aufgeklärte Computernutzer sind der beste Schutz vor Cyberstraftätern. Es ist deshalb umso erfreulicher, dass die meisten Bürger auf optimalen und modernen Virenschutz sowie auf die Sicherheit ihrer Passwörter und regelmäßige Updates ihrer Programme achten."