Dachrinne im Winter beobachten

Urteil Hausbesitzer haftet für Schaden

Wenn der Winter plötzlich hereinbricht - mit all seinen schönen Seiten -, werden die damit einhergehenden hässlichen Folgen schon gerne mal übersehen.

Übersieht zum Beispiel ein Hausbesitzer, dass sich die zur Straße liegende Dachrinne seines Gebäudes nach vorne geneigt hat, sodass er nach starkem Schneefall und Eisbildung nicht erkennen kann, dass sich gegebenenfalls Eisbrocken lösen und auf die Straße fallen, so ist er gegebenenfalls schadenersatzpflichtig, wenn ein solches Eisstück einen geparkten Pkw trifft. Im konkreten Fall wurde dadurch ein Schaden in Höhe von 4.400 Euro verursacht.Das Landgericht Flensburg sah in dem Parken des Autofahrers vor einer solchen schadenträchtigen Dachrinne auch kein Mitverschulden; der Hausbesitzer bzw. dessen Grundeigentümer-Haftpflichtversicherung muss den Schaden voll ersetzen. Er hätte ein Schneefanggitter anbringen oder zumindest Warnschilder aufstellen müssen (LG Flensburg, 1 S 90/10).