Das Ende einer ganz besonderen Lok

Eisenbahnmuseum Ausstellung zeigt ab die letzte Fahrt der 38 205

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Zum Saisonstart warten Führerstandsmitfahrten mit der 50 3648 auf die Besucher. Foto: Andreas Seidel/Archiv

Echte Eisenbahn-Fans wissen: Die 38 205 ist nicht irgendeine Lok. Sie war bis April 1998 die letzte betriebsfähige Regelspur-Dampflok der ehemaligen Königlich Sächsischen Staatseisenbahn. Viele Modellbahnfans haben erst durch diese stolze Lok zu ihrem Hobby gefunden. Die Abschiedsfahrt der im Jahr 1910 gebauten Lok führte sie Ende der 1990er Jahre von Chemnitz nach Nossen und zurück.

Ausstellungen und Führerstandsmitfahrten

Unter dem Motto "20 Jahre Letzte Fahrt von 38 205" startet das Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf am Samstag, 31. März, in seine diesjährige Saison. Eine Fotoausstellung zur Lok und der letzten Fahrt am 28. März 1998 erzählt ihre Geschichte. Dazu warten zum Saisonstart Führerstandsmitfahrten auf der 50 3648, eine Ausstellung der Regelspurfahrzeuge sowie der Fahrbetrieb bei den Feld- und Modellbahnen auf die Besucher. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Am Ostersonntag startet der Ostersonderzug zur Rundfahrt durch das Erzgebirge. Über die Erzgebirgsstrecken durch das Zwönitz- und Zschopautal sowie die Strecke Schwarzenberg-Annaberg-Buchholz führt die Fahrt nach Schlettau. Dabei wird auch das berühmte Markersbacher Viadukt befahren.

Für kleine Fahrgäste hält der Osterhase eine Überraschung bereit. "Diese Fahrt wird eine der letzten Gelegenheiten sein, den Abschnitt Chemnitz-Aue vor dem geplanten Umbau der Strecke im Rahmen des Chemnitzer Modells mit einem Sonderzug zu befahren", sagt Vereinsmitglied Maximilian Thieme.

Einen Link zur Buchung gibt es online unter www.sem-chemnitz.de. Der Verein plant zu seinen diesjährigen Feldbahntagen im Mai zudem eine Ausstellung zum Thema "Trümmerbahn in Chemnitz".

Thieme: "Wir wollen das Thema mit dem Fokus auf den allgemeiner Nutzen, die Bedeutung für die Stadt Chemnitz, das Liniennetz und den historischen Fahrzeugeinsatz aufbereiten. Da Informationen, Zeitzeugen sowie fototechnische und filmische Dokumentationen rar sind, hoffen wir auf rege Beteiligung der Chemnitzer Bevölkerung." Kontakt telefonisch unter 0371/46400622.