Das ist der schönste Schulgarten Sachsens

Umwelt Montessori-Grundschule in Chemnitz ist Landessieger im Schulgartenwettbewerb

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Matthias Bayer und Marcus Reimann betreuen das Schulgartenprojekt. Foto: Toni Söll

Was vor drei Jahren mit einer Bewerbung begann, ging für die Grundschule der Montessori-Schule Chemnitz diese Woche erfolgreich zu Ende: Im 10. sächsischen Schulgartenwettbewerb wurde das grüne Kleinod der Einrichtung zu den drei schönsten im Freistaat gewählt.

Im Garten wird fleißig angebaut

Der dreistufige Wettbewerb startete im Frühjahr 2016 mit rund 50 Bewerbern und erstreckte sich über insgesamt drei Qualifizierungsrunden. "Unter die besten Drei gekommen zu sein, ist für uns eine tolle Wertschätzung der gemeinsamen Arbeit von Schülern und Lehrern", sagt Matthias Bayer, der Sonderpädagoge mit dem grünen Daumen. "Die Arbeit im Schulgarten gehört für uns seit Bestehen der Schule zum Alltag einfach dazu. Seit drei Jahren kümmert sich sogar eine eigene Schulgartengruppe um die Pflege, das Angebot wird aber gerne auch in der Freiarbeit genutzt. Jeder packt mit an, manchmal entwickelt sich eine regelrechte Gruppendynamik."

Doch in der Montessori-Grundschule wird nicht nur zusammen angebaut: "Die Zutaten werden auch gemeinsam verarbeitet. Dabei entstehen Salate, Tees aus frischen Kräutern oder naturbelassene Salben und Tinkturen für unseren Weihnachtsmarkt."

Was soll mit dem Preisgeld passieren?

Zur letzten Wettbewerbsrunde im Mai war die Jury dann persönlich zu Gast und nahm den Garten 90 Minuten lang genau unter die Lupe. Matthias Bayer: "Die Präsentation haben dabei aber nicht die Lehrer, sondern die Schüler übernommen."

Mit der Spitzenplatzierung winken der Schule jetzt 2.500 Euro Preisgeld, die für Schulgartenzwecke genutzt werden sollen. "Wie wir das Geld genau investieren, wissen wir noch nicht. Der Teich könnte eine Frischekur vertragen. Auch ein Lehmbackofen oder ein Hochbeet waren schon im Gespräch." Von den insgesamt 1.400 Euro Preisgeld aus den ersten beiden Wettbewerbsrunden wurden übrigen Apfelbäume angeschafft, die für Allergiker besser verträglich sind.