Dass Satelliten Autos über Straßen und Fußgänger durch Städte führen, ist heute Stand der Technik. In Gebäuden, wo der Kontakt zum Satelliten abreißt, wird das schon schwieriger. Abhilfe schaffen nun Nachwuchsforscher der TU Chemnitz. Die Wissenschaftler entwickeln seit Jahresanfang im Projekt "Dynamik" eine App zur Indoor-Navigation und -Orientierung. Konkret geht es um ein "Dynamisches Navigations- und Orientierungssystem für körperlich beeinträchtigte Menschen in Komplexgebäuden". Das interdisziplinäre Team aus den Bereichen Medienpsychologie, Informatik und Ingenieurwissenschaften hat sich für den "realen Feldversuch" das neueste Gebäude der TU Chemnitz ausgesucht - die Universitätsbibliothek. "Das Gebäude ist ideal für uns", erklärt Julia Richter, Leiterin des "Dynamik"-Teams. "Immerhin handelt es sich um ein öffentlich zugängliches Gebäude, das sich zudem mit einer Größe von mehr als 12.300 Quadratmetern Nutzfläche auf sechs Etagen erstreckt." Der Fokus der künftigen App liege auf einer größtmöglichen Barrierefreiheit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. "Die App soll natürlich nicht nur in der Universitätsbibliothek gut funktionieren, sondern auch in anderen komplexen Gebäuden", sagt Richter.
Die Forscher werden unter anderem von der SFZ Förderzentrum gGmbH bei der Datenerhebung im Zusammenhang mit Menschen mit eingeschränkter Sehkraft unterstützt. Wer die Entwicklung unterstützen möchte oder Personen der Zielgruppe kennt, die sich gern einbringen wollen, kann sich per Mail an dynamik@phil.tu-chemnitz.de wenden.







