Das „Prime Orchestra“ mit der „Rock Sympho Show IV“ überzeugt in der Stadthalle Chemnitz

Gut besuchtes Konzert – Musikkenner kamen voll auf ihre Kosten

Chemnitz

Seit nunmehr zwölf Jahren touren die Musiker durch Europa. Mehr als 20 verschiedene Programme sind in dieser Zeit entstanden, die bereits in rund 1.500 Konzerten präsentiert wurden. Aktuell läuft die Tour 2026, die auch einen Konzertstopp in der Stadthalle Chemnitz einlegte. Die Ränge des großen Saales blieben zwar unbesetzt, doch im unteren Bereich waren kaum noch freie Plätze zu finden. Musikliebhaber aus ganz Deutschland und natürlich aus Sachsen waren angereist, um diese besondere Show live zu erleben.

Rockhymnen der Musikgeschichte eindrucksvoll interpretiert

Die Besucher, die am Dienstag in Chemnitz dabei waren, wussten genau, worauf sie sich einließen. Einige Fans kannten das Ensemble bereits und kommen immer wieder gern zu den Konzerten. Andere wiederum erlebten dieses außergewöhnliche Musikevent zum ersten Mal.

Rund 30 Musiker - darunter Geiger, Bläser, Gitarristen, ein Schlagzeuger sowie ein Dirigent - standen auf der Bühne. Das Durchschnittsalter der Künstler beträgt etwa 35 Jahre. Neben zahlreichen Instrumentaltiteln standen auch drei Sängerinnen - die Zwillinge Anna und Maria sowie Victoriya - und ein Sänger auf der Bühne. Sie interpretierten Welthits auf ihre ganz eigene, stimmlich beeindruckende Weise. Bemerkenswert: Viele der Musiker waren noch nicht geboren oder sehr jung, als die Songs, die sie an diesem Abend präsentierten, ihre Glanzzeit erlebten oder längst zu Klassikern geworden waren.

Eine durchdachte Setlist voller Klassiker

Das "Prime Orchestra" ist immer für Überraschungen gut. In Chemnitz präsentierten die Musiker ihre "Rock Sympho Show IV" - eine mitreißende Produktion voller Songs, die Musikgeschichte geschrieben haben. Im unverwechselbaren Crossover-Sound des Ensembles erhalten die Originale ein neues klangliches Gewand. Es sind keine einfachen Coverversionen - vielmehr verschmelzen Rockband und klassisches Orchester zu einem kraftvollen Gesamtklang. Bereits mit dem Intro und dem ersten Titel "Burn" von Deep Purple lag Spannung in der Luft. Die klassische Rockbesetzung mit Schlagzeug, Bass und E-Gitarre wurde durch ein Orchester, zahlreiche Bläser, Streicher und einen Backgroundchor ergänzt - ein beeindruckendes musikalisches Zusammenspiel.

Hit für Hit erklang instrumental oder gesungen - als Solo, im Duett oder im Trio. Begleitet wurde die Show von einer aufwendig inszenierten Lichtproduktion sowie großen LED-Bildschirmen, auf denen spektakuläre, passend zu den Songs abgestimmte Videosequenzen zu sehen waren. Dirigent Denis Doroshenko führte nicht nur souverän durch das Programm, sondern verstand es von Beginn an, das Chemnitzer Publikum mitzureißen und aktiv einzubinden. Es gab begeisterten Applaus, Standing Ovations und rhythmisches Mitklatschen. Auch das Schlagzeugsolo von Artur Spivak wurde vom Publikum begeistert begleitet. Eindrucksvolle Gitarren- und Saxophoneinlagen sorgten zusätzlich für Gänsehautmomente.

Diese Rockklassiker sorgten für Begeisterung

Unter anderem standen folgende Titel auf der Setlist:

•"I Was Made for Lovin‘ You" von Kiss

•"No More Tears" von Ozzy Osbourne

•"Burn" von Deep Purple

•"Rock You Like a Hurricane" von Scorpions

•Ein besonderes Medley von Queen

•"Viva La Vida" von Coldplay

•"Smells Like Teen Spirit" von Nirvana

•"Enter Sandman" von Metallica

•"Personal Jesus" von Depeche Mode

•"Highway to Hell" von AC/DC

•Ein kraftvolles Medley von Rammstein

Zwei Stunden geballte Musikgeschichte - unterbrochen von einer rund 30-minütigen Pause - machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Tour geht nahtlos weiter

Bereits am heutigen Mittwoch führt die Tour nach Cottbus in die dortige Stadthalle. Am 19. Februar gastieren die Musiker im Kultur- und Kongresszentrum in Gera. Am 19. April steht schließlich ein Konzert im AMO Kulturhaus in Magdeburg auf dem Programm.

 

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