"Das Rheingold" als neuer "Ring des Nibelungen"

Premiere Chemnitzer Oper zeigt Samstag neue Aufführung

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Alberich (Jukka Rasilainen) lässt aus dem geraubten Rheingold den "Ring des Nibelungen" schmieden. Foto: Kirsten Nijhof / Theater Chemnitz

Mit Aufsehen erregenden Aufführungen von Wagner-Opern begründete Chemnitz in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts seinen Ruf als "Sächsisches Bayreuth". Den Ruf bestätigte die Stadt immer wieder und selbst jetzt noch reisen Busladungen von Opern-Fans zu Chemnitzer Wagner-Inszenierungen.

Zum Start bereits ausverkauft

Kein Wunder also, dass auch das nächste Kapitel in der städtischen Wagner-Geschichte schon wieder gut läuft: Zum Stadtgeburtstag gönnt sich Chemnitz - und da insbesondere das Opernhaus - einen neuen "Ring des Nibelungen" und die Premiere des ersten Teilstücks, die am kommenden Samstag stattfindet, ist quasi ausverkauft:

Genau eine Karte war gestern bei Redaktionsschluss noch buchbar - im 1. Oberrang, Reihe 4, Platz 84. "Das Rheingold" wird gespielt, Wagners "Vorabend zum Bühnenfestspiel": Da raubt der Nibelung Alberich den Rheintöchtern einen Schatz, weil sie seine Liebe zurückweisen.

Ein aus dem geklauten Gold geschmiedeter Ring verhilft Alberich zu Macht - und sorgt fortan für Chaos. Flüche und Tarnhelme und allerlei anderes Inventar aus der Kiste mystischer Geschichten vermischt Wagner zu seiner Oper um die zerstörende Kraft des Begehrens.

"Import" aus München

Die Münchener Regisseurin Verena Stoiber hat die Inszenierung übernommen. Gemeinsam mit ihrer Bühnengestalterin Sophia Schneider hatte sie 2014 den renommierten "Ring Award" gewonnen - als Team treten die beiden Damen nun auch in Chemnitz an.

Das Orchester führt am Premierenabend Generalmusikdirektor Guillermo Garcia Calvo, bei späteren Aufführungen übernimmt partiell Felix Bender. Den nächsten Teil des Rings, "Die Walküre", gibt es dann am 24. März (auch da gibt es übrigens gerade nur noch Tickets im 2. Oberrang), Teil 3 und 4 dann in der kommenden Spielzeit.