Das war das Chemnitzer Kosmonaut-Festival

Event 15.000 Besucher am Stausee Rabenstein

Deichkind haben mal wieder "das Fass reingerollt". Foto: Michael Chlebusch

"Klatschen ohne Grund", sang die Menge beim Kosmonaut-Festival, die sich vor dem Einlass bei der Taschenkontrolle staute, und klatschte, naja, ohne Grund eben. Aber bei Einhorn und Bier wurde man da schon einmal so richtig warm, um dann wenige Minuten später mit Grund drinnen weiter zu klatschen.

Ein schönes Fest mit tollen Menschen

"Drinnen", das war das Kosmonaut-Festival, Auflage Nummer fünf am Stausee Oberrabenstein. Die Riesenparty, obwohl auf rund 15.000 Besucher gewachsen, blieb sich seiner sympathisch schrulligen Chemnitzer Seite treu.

Durchweg spaßig mit Flunkyballarena und gratis Minigolf, durchweg gestylt diesmal mit Sigmund-Jähn-Porträt auf dem Banner. Und spätestens zur Primetime machten die Headliner den Platz vor der Hauptbühne (trotz gelegentlicher Schauer am Freitag) zum wogenden Menschenmeer.

Die britischen Indie-Rocker Editors fingen sich die Menge mit Hits wie dem wehmütigen "Smokers Outside the Hospital Doors", Deichkind remixte seine alten Hits und ließ sich in einem riesigen Fass durch die Zuschauermenge tragen: "Krawall und Remmidemmi".

Flunkyball-Turnier: Kölner versus Chemnitzer

Schon früh füllte sich der Platz vor der Hauptbühne auch am Samstag: Bilderbuch lud in seinen "Bungalow", AnnenMayKantereit hatte den Flunkyball-Sieg gegen Kraftklub am Vortag offensichtlich gut ertragen: "Es tut mir leid, Pocahontas".

Schließlich der geheime Headliner: Mit den Beginnern war es wieder mal eine Hiphop-Formation - sie ließ die Erinnerung ans viel zu früh von uns gegangene Splash-Festival hochleben.

Keine Nacht für das Kosmonaut-Festivall

Und Kraftklub? Beließen es bei einer Kurzmoderation auf der Hauptbühne, einem Früh-Morgens-Konzert auf dem Festival-Campingplatz und vielen Interviews und Helfereinsätzen im Hintergrund. "Freunde auf dem Kosmonaut Festival, es war wieder eine Freude mit Euch", vermeldeten sie kurz und bündig via Facebook. Sympathisch schrullig eben.

Die Organisation aber klappte (bis auf die von Schienenersatzverkehr beeinträchtige Anreise aus Leipzig), Rettungsdienste und Polizei meldeten keine besonderen Vorkommnisse und auch das Stausee-Areal soll bald wieder zum Bade freigegeben werden. Noch ein Grund zu klatschen.