De Maizière stellt sich Fragen der Bürger

Politik Bundesinnenminister am Roten Turm in Chemnitz

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Thomas de Maizière trifft Said Muhammad (l.) und Helga Rechin (M.) am Roten Turm. Rechts im Bild Frank Heinrich. Foto: Andreas Seidel

Gestern Mittag und Nachmittag war der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Chemnitz zu Gast. Der Chemnitzer CDU-Bundestagskandidat Frank Heinrich lud ihn ein und zeigte dem Minister einen Teil der Innenstadt und die aktuelle Ausstellung berühmter Chemnitzer im Roten Turm. Vom oberen Stockwerk konnte er einen Blick über das Zentrum werfen. Da der Besuch erst am selben Tag bekannt wurde, waren neben Pressevertretern kaum Zuschauer da. Obwohl in der Mitteilung zu lesen war, dass beim Besuch des Ministers neben "Informationen zur Sicherheit" auch "Bürgergespräche" im Mittelpunkt stehen.

Angleich der Löhne im Jahr 2025

So fanden sich nur ein paar wenige Chemnitzer ein, die wohl eher zufällig vorbeikamen. Ein älterer Herr fragte nach der endgültigen Angleichung von Löhnen in alten und neuen Bundesländern. De Maizière verwies auf ein aktuelles Gesetz, wonach die Angleichung bis 2025 vorgesehen ist. Außerdem gäbe es zwischen einigen westdeutschen Städten auch Lohnunterschiede, die größer seien als zwischen dem politischen Westen und Osten.

Ein überraschendes Dankeschön

Eine Frau, ehrenamtliche Patin eines jungen Afghanen, hatte ein Anliegen, welches angesichts der aktuellen Entscheidungen aus dem Bundesinnenministerium vielleicht etwas überraschend kam: Sie und der junge Mann wollten sich bei de Maizière bedanken. Der Mann hätte wohl seit Kurzem eine Arbeitserlaubnis für Deutschland erhalten. Der Minister betonte als Antwort, dass "ein Ausbildungsvertrag das Beste ist".

Nach einer Dreiviertelstunde verließen de Maizière und Frank Heinrich den Platz am Roten Turm wieder. Ein Treffen mit dem Chemnitzer Polizeipräsidenten zur Erörterung grenzübergreifender Kriminalität wartete.