Demos: Polizei zieht Bilanz zum 1. Mai

Fazit 46 Anzeigen wurden aufgenommen - 2.000 Beamte waren im Einsatz

Großaufgebot der Polizei zum 1. Mai: Zahlreiche Beamte sichern die vielfältigen Demonstrationen aller politischen Lager. Die Neonazis der Partei" Der Dritte Weg" marschierten durch die Innenstadt und über den Sonnenberg. Die demokratischen Kräfte halten dagegen. Foto: Harry Härtel

Nach den zahlreichen Einsätzen am gestrigen 1. Mai in Chemnitz hat die Polizei Bilanz gezogen: Insgesamt wurden im Stadtgebiet 46 Anzeigen erstattet. 37 davon waren Straftaten, bei den restlichen neun handelte es sich lediglich um Ordnungswidrigkeiten. Vierzehn Personen mussten vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. An den Einsätzen waren rund 2.000 Beamte beteiligt. Sie kamen aus Sachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Auch Beamte der Bundespolizei waren in Chemnitz vertreten.

Bei den begangenen Straftaten ging es hauptsächlich um Anzeigen wegen Verdachts der Sachbeschädigung, des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, des Verwendens Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die aufgenommenen Ordnungswidrigkeiten waren ebenso Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie Verstöße wegen illegalen Plakatierens.

In einer Pressemitteilung vom Mittwochmittag bedankten sich die Chemnitzer Beamten außerdem bei allen friedlichen Veranstaltungsteilnehmern und der Chemnitzer Bevölkerung für das entgegengebrachte Verständnis für die Arbeit der Polizei.