Den Zuckerfallen auf der Spur

Gesundheit AOK-Zuckertour macht Station in Chemnitz

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Foto: SolisImages/Getty Images/iStockphoto

Um nicht in die Zuckerschlucht zu fallen, sollten Passanten am morgigen Donnerstag ab 14 Uhr besonders aufmerksam über den Chemnitzer Marktplatz laufen. Denn derzeit tourt die AOK Plus unter dem Motto "Weniger Zucker ist süß" durch thüringische und sächsische Städte. Zu sehen ist dabei ein Streetart-Kunstwerk, das unmittelbar auf die Folgen des hohen Zuckerkonsums aufmerksam macht. Vor Ort informieren Mitarbeiter der Gesundheitskasse über Zuckeralternativen, die Kennzeichnungstricks der Industrie und was man gegen Heißhungerattacken tun kann.

Wir konsumieren zu viel Zucker

Fakt ist, dass sich unser Zuckerkonsum in den letzten 50 Jahren fast verdreifacht hat. 32 Kilogramm Zucker verbrauchen die Deutschen pro Jahr und Kopf - das entspricht etwa 22 Teelöffeln pro Tag. Eindeutig zu viel im Vergleich zur Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation.

Aus diesem Grund hat die AOK eine bundesweite Kampagne zur Zuckerreduktion gestartet. Die AOK Plus in Sachsen und Thüringen begleitet diese Kampagne mit eigenen Aktionswochen unter dem Motto "Weniger Zucker ist süß".

Problematisch: Unsichtbarer Zucker

Das größte Problem aus Sicht vieler Experten ist der künstlich zugesetzte beziehungsweise versteckte Zucker in vielen Lebensmitteln. Die Folgen des hohen Zuckerkonsums sind unter anderem die Zunahme von Übergewicht und Diabetes - vor allem bei Kindern. 18 Prozent der Elf- bis 17-Jährigen sind übergewichtig oder gar adipös.

Angesichts dieser Entwicklungen fordert die AOK Plus von Industrie und Politik deutlich mehr Anstrengungen zur wirksamen Zuckerreduktion: "Die Verbraucher müssen deutlich informiert werden über den Zuckergehalt von Lebensmitteln, um vernünftige Ernährungsentscheidungen treffen zu können. Aber die Lebensmittelindustrie sträubt sich seit Jahren gegen eine laienverständliche Lebensmittelkennzeichnung", sagt AOK Plus-Regionalgeschäftsführerin Simone Pfretzschner aus Chemnitz.