Der "American Dream" als Albtraum

Theater Chemnitz zeigt "Tod eines Handlungsreisenden"

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Erstmals ist ab Samstag der "Tod eines Handlungsreisenden" in Chemnitz zu sehen. Foto: Theater/Wuschanski

Willy Loman ist Handelsvertreter seit über 30 Jahren. Er hat sein Leben lang nach dem "American Dream" gesucht. Doch eines Tages merkt er, dass sich dieser Traum in einen Albtraum verwandelt hat. Gedemütigt und müde, auf der Suche nach seinem Anteil am Erfolg, geht er durchs Leben.

In der Firma kann er nicht mehr mithalten. Leistung und Erfolg bleiben aus. Erschöpft und gehetzt gerät Loman zunehmend unter Druck, die finanziellen und gesellschaftlichen Ansprüche aufrecht zu erhalten. Und auch die einstige Bilderbuchfamilie ist zerrüttet. Lügen, Sprachlosigkeit und gegenseitig enttäuschte Erwartungen dominieren. Als er schließlich entlassen wird, steht er vor dem Bankrott seiner gesamten Existenz und sieht nur noch einen Ausweg - immerhin ist er tot noch 20.000 Dollar wert...

Die Theater Chemnitz zeigen ab dem 5. Mai eine Neuinszenierung von Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" aus dem Jahr 1949. In der Regie von Carsten Knödler soll untersucht werden, "wie man das Hamsterrad der menschlichen Existenz verlangsamen kann, um über selbstbestimmte Lebensentwürfe nachzudenken", kündigen die Theater Chemnitz an.