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Der Bann ist gebrochen - Deutscher erstmals auf Podest der Königsklasse SX1

Sport Dominique Thury vom MSC Lugau springt aufs Treppchen

Der Bann ist gebrochen: In der 15-jährigen Geschichte des Internationalen Supercross in der Messe Chemnitz steht mit Dominique Thury (Klasse SX1) erstmals ein Deutscher auf dem Podest.

Die Fans des Schneebergers waren am Samstagabend bei der 16. Auflage des Hallen-Supercross im Finale der Königsklasse SX1 über seinen 3. Platz völlig aus dem Häuschen, nachdem er tags zuvor bereits als Vierter aus dem Finale hervorgegangen war. Und dass, obwohl es für Dominique Thury seit Juli verletzungsbedingt erst das dritte Rennwochenende war. Angesichts des Rückstandes fühle sich der 3. Platz, so Thury glücklich, beinahe wie ein Sieg an.

Mit Motivation zu Bronze

"Ich hatte mich über den 4. Platz am Freitag mächtig geärgert. Für mich hieß das Ziel am Folgetag, aufs Podium zu fahren. Ich war nach dem Start in guter Position, habe dann aber etwas an Boden verloren. Fünf Runden vor Schluss beschloss ich deshalb, auf Angriff zu fahren. Zwei Runden später, glaube ich, war ich schon auf Platz 3. Dann habe ich mich bemüht, den Platz ins Ziel zu fahren. Und dabei meine Spur so zu fahren, dass keiner vorbei kommt. Die Zuschauer waren voll bei der Sache und richtig laut, das habe ich sogar unterm Helm mitbekommen. Und das hat mich ohne Frage motiviert", so der 25-Jährige, der 2013 "Prinz von Chemnitz" wurde.

Den Titel "König von Chemnitz" räumte der US-Amerikaner Tyler Bowers zum zweiten Mal in Folge ab. Grund zur Freude gab es aus deutscher Sicht auch in der Klasse SX2. Hier gewann am Samstag der Thüringer Tim Koch, nachdem der Wormstedter am Freitag nach einer furiosen Aufholjagd Dritter wurde. Den Gesamtsieg und den Titel "Prinz von Chemnitz" sicherte sich allerdings der Franzose Julian Lebeau, dem ein 2. Platz im Finale reichte. Den deutschen Erfolg am Samstag macht Paul Haberland aus Großvargula mit Platz 3 perfekt.

An beiden Tagen zusammen sahen rund 10.000 Zuschauer das Hallen-Supercross-Spektakel in der Messe Chemnitz. Gestartet waren 97 Fahrer aus 18 Nationen.



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