Der Brühl wird zum Ibug-Kiez

Festival Die Kunst hält Einzug in der Lerchenstraße

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Der VEB Spezialmaschinenfabrik wird an diesem und am kommenden Wochenende von Künstlern aus aller Welt belebt. Foto: Steffi Hofmann

Kleine und große Kunst auf fünf Stockwerken: Seit letztem Freitag ist die zwölfte Auflage der Ibug, die Abkürzung für das Festival Industriebrachenumgestaltung, geöffnet. Zum ersten Mal toben sich dabei an die 100 Künstler aus aller Welt in der Großstadt Chemnitz aus.

Das Areal des ehemaligen VEB Spezialmaschinenfabrik - auch als SPEMAFA bekannt - an der Lerchenstraße ist in ein Gesamtkunstwerk aus Streetart und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Malerei und Multimedia verwandelt worden.

Von Meerane nach Chemnitz

Ihren Ursprung hat die Ibug 2006 in Meerane. "Chemnitz hatte aber schon vor zwei Jahren von selbst gefragt, ob wir hier mal tätig werden können", erzählt Pressesprecher Peter Thormeyer. Am Samstag hatten die Festivalmacher sogar hohen Besuch. Staatsministerin Eva-Maria Stange vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst kam zur Ibug.

In diesem Jahr erhalten die Organisatoren auch das erste Mal eine Kulturförderung des Freistaates. "Das ist eine schöne Anerkennung für uns", so Thormeyer.

Neben dem Festival selbst werden in Chemnitz vor und während der Ibug auch leerstehende Ladengeschäfte auf dem Brühl von Künstlern und Initiativen belebt und verschiedene Fassaden gestaltet. Dies ist Teil einer "Ibug-Kiez Brühl" genannten Aktion, die am 25. August mit der Eröffnung einer Galerie für alle Spielarten von Street-Art direkt auf dem Brühl-Boulevard eingeleitet wurde.

Die Ibug geht weiter

Am kommenden Samstag werden auf dem Boulevard mehrere Bühnen aufgebaut, dort gibt es Live-Musik zu erleben. Am Sonntag ist gemeinschaftlichers Brunchen angesetzt - jeweils ab 11 Uhr kann man es sich auf dem Boulevard mit selbst mitgebrachten Speisen gemütlich machen. Die Befahrbarkeit der Straße ist entsprechend eingeschränkt.

Doch nicht nur am Wochenende wird der Brühl zum Ibug-Kiez. Mehrere Hauseigentümer haben Brandwände und Fassaden zur künstlerischen Bearbeitung mit Street-Art freigegeben. So lässt sich unter der Woche sicher bei einem Bummel durch das Viertel der eine oder andere Künstler bei der Arbeit beobachten.