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Der deutsche Immobilienmarkt während Covid-19

Zu Beginn des Corona-Lockdowns rechneten viele Immobilienexperten mit Preissenkungen durch Notverkäufen. Wie sich nun zeigt, sind die Preise gestiegen.

Zu Beginn schien das Corona-Virus weit weg zu sein, doch dann holte es Deutschland ziemlich plötzlich ein. Die Folge waren Lockdown, Home-Office und Maskenpflicht. Dass diese Situation folgenschwere Spuren für die Wirtschaft hinterlässt, ist klar. Doch welche Auswirkungen hat Covid-19 auf den Immobilienmarkt?

Die Corona-Krise stellte die gesamte Weltwirtschaft auf den Kopf. Der erzwungene Stillstand rückt Unternehmen teils in eine negative finanzielle Situation - mit Auswirkungen auf die Arbeitnehmer: Kurzarbeit und betriebsbedingte Kündigungen sind die Folge. Kein Wunder, dass es momentan eine Zunahme an Hartz-IV-Anfragen gibt.

Im Rahmen erster Einschätzungen bezüglich der Auswirkungen des Lockdowns auf den Immobilienmarkt rechneten viele Experten mit Preissenkungen durch Notverkäufe - zu Unrecht. Wie sich nun zeigt, sind die Preise weiter gestiegen. Aktuell ist mit keinem Preisfall zu rechnen. 

Steigende Wohnkosten trotz Pandemie 

Der Vorjahresvergleich zeigt, dass die Wohnkosten während der globalen Corona-Pandemie weiter zunehmen. Ein Vergleich der Preise in den 14 beliebtesten deutschen Städten zeigt einen teils zweistelligen Zuwachs der Kosten pro Quadratmeter. 
Die größten Preiszuwächse gab es in Stuttgart. In der Hauptstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg stiegen die Preise für Neubauwohnungen um bis zu 31 Prozent. Das ergibt 6.827 Euro pro Quadratmeter. Auch in Frankfurt am Main zogen die Preise an: Mit aktuell 6.926 Euro pro Quadratmeter für Neubauwohnungen ist das eine Preiszunahme von 21 Prozent zum Vorjahr. Bestandswohnungen verteuerten sich ebenfalls - um 24 Prozent auf 5.238 Euro. Auch München wurde teurer. Die Preise für Neubauwohnungen kletterten um neun Prozent nach oben stehen nun bei 9.738 Euro pro Quadratmeter. Dieselbe Steigerung verzeichnet auch der Altbau. Er wird für 8.648 Euro pro Quadratmeter angeboten. 

Preiszunahme auch in Sachsen

Die Metropolen des vergleichsweise günstigen Sachsens verzeichneten zum Vorjahr ebenfalls satte Preissteigerungen am Immobilienmarkt. In Dresden stiegen die Kaufpreise für Neubauwohnungen laut Immowelt-Studie um 15 Prozent auf 3.638 Euro und im Altbau um 19 Prozent auf 2.452 Euro. Auch Leipzig erzielte zweistellige Zuwächse auf dem Wohnungsmarkt: 17 Prozent bei Neubauimmobilien (3.347 Euro) und 22 Prozent bei Bestandsbauten (2.084 Euro). 

Aktuell sind bei Immobilienkäufern die Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz sehr beliebt. Hier gab es Steigerungen von sechs bis 16,7 Prozent. Im Vergleich zu den Kaufpreisen in anderen Bundesländern ist der Immobilienerwerb in Sachsen immer noch preiswert

Viele Spekulationen waren falsch

In unsicheren Zeiten wie diesen gibt es zahlreiche Spekulationen - auch im Zusammenhang mit dem Immobilienmarkt. Wer auf sinkende Preise hofft, investiert womöglich zu spät. Dies ist gravierend, weil die finanzielle Situation vieler Familien in Zeiten von Covid-19 sehr schwierig ist. Immer weniger Leute können sich Eigentumswohnungen leisten und auch die teuren Mieten führen bei vielen zu finanziellen Engpässen. 

Immobilien ein sicheres Investment in jeder Situation

In einer Krise wie diese zeigt sich, wie wichtig Immobilieneigentum sein kann. In vielen Städten Deutschlands ist es zwar teuer, ein Eigenheim zu kaufen, aber die Käufer profitieren in der Regel langfristig von steigenden Preisen. Immobilien sind schon seit Jahren die Nummer eins in puncto finanzieller Absicherung und Vorsorge. Es ist damit zu rechnen, dass der Wert von Eigentum auch in Zukunft weiter zunehmen wird.

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