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Der große Ballrausch in der Oper

Gesellschaft Insgesamt 680 Gäste tanzen am Samstag im festlich geschmückten Theater

Am Samstag geht im Spielhaus am Theaterplatz der 12. Chemnitzer Opernball über die Bühne. Und nicht nur dort: Auch im Operncafé, im Spiegelfoyer wo sonst die Garderobe untergebracht ist, auf den Rängen und hinter der Bühne wird getanzt und geschlemmt und flaniert und geplaudert. Insgesamt 680 Gäste werden zum wohl größten gesellschaftlichen Ereignis der Stadt erwartet.

Regie führt in diesem Jahr erstmals der neue Intendant Christoph Dittrich. Mit seinem Team plant er einige Neuerungen. Statt eines Buffets gibt es zum Beispiel ein Menü. Chefkoch Roland Keilholz sieht darin Vorteile und erklärt: "Die Gäste müssen nicht am Buffet anstehen und jede Portion wird auf die Minute angerichtet." 140 Servicekräfte sichern beim Ball ab, dass die insgesamt 2100 Teller dampfend heiß und mit korrespondierendem Wein den Gästen serviert werden. Neuerung zwei: In diesem Jahr eröffnen Debütanten die Tanzrunde. Ähnlich wie beim Opernball in Wien, wo junge Damen mit dem Walzer in die Gesellschaft eingeführt werden, zeigen auf der 200 Quadratmeter großen Drehbühne 21 Chemnitzer Paare eine Choreografie zu Melodien von Richard Strauss. Um die nötige Ballatmosphäre zu schaffen, bauen seit gestern Mitarbeiter des Theaters das Opernhaus um.

Norbert Richter, künstlerischer Assistent und studierter Innenarchitekt, ist seit Juli 2013 mit der Ballausstattung betraut. "In diesem Jahr hängen wir Hunderte Quadratmeter Stoffbahnen auf. Die glänzenden Seidenbahnen werden gerafft und gerüscht", erklärt er. Die Wände hinter der Bühne bekommen teils einen goldenen Anstrich. Und dann wären da noch die Blumen. Insgesamt 11.787 Blüten- und Blattstengel haben die Floristen vom Gartenmarkt Richter diesmal für die Ausstattung des Balls bestellt - so viele wie noch nie.