Der "Heuschreckenflüsterer" von Chemnitz

Wettbewerb Chemnitzer Falco Eigner siegt bei "Jugend forscht"

Der Wettbewerb "Jugend forscht" bedeutet für Nachwuchswissenschaftler Tüfteln und Experimentieren auf hohem Niveau. Unter dem Motto "Frag Dich!" beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit 12.000 Jugendliche und reichten ausgezeichnete Forschungsarbeiten aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik ein. Beim sächsischen Landeswettbewerb hatten sich 25 Jungforscher und Jungforscherinnen beteiligt und 22 interessante Projekte eingereicht. Im Industriemuseum Chemnitz wurden am Samstag in feierlichem Rahmen die sieben Sieger und Siegerinnen geehrt, die sich damit für das große Bundesfinale qualifizierten.

Aus Chemnitzer Sicht gab es mit Falco Eigner vom Gymnasium Einsiedel im Fachgebiet Biologie einen Landessieger. Der 18-Jährige entwickelte unter dem Titel "Die Gesänge der Wiese" eine nicht-invasive Bestimmungsmethode für Heuschreckenpopulationen. So lässt sich auf Grundlage eines Analyseprogrammes eine App programmieren, mit deren Hilfe später auch Laien die Arten erkennen und bestimmen lassen. Beeindruckend war auch die Arbeit von Paul Sorge, dem jüngsten der Teilnehmer am Landeswettbewerb. Der 13-Jährige, der ebenfalls das Gymnasium Einsiedel besucht, entwickelte im Fachbereich Technik ein Automatisches Bewässerungssystem Zimmerpflanzen inklusive Sensoren und Appsteuerung. "Der Wissensdurst der Teilnehmer war Ausgangspunkt für forschendes Lernen und führte zu Ergebnissen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz", sagte Landeswettbewerbsleiterin Saskia Schnasse.

Neben Falco Eigner werden sechs weitere Landessieger am 54. Jugend forscht - Bundeswettbewerb, der vom 16. - 19. Mai ebenfalls in Chemnitz stattfindet, an den Start gehen. "Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr der Bundeswettbewerb in Sachsen stattfinden wird und wir unsere sächsischen Landessieger auf kurzem Weg von Chemnitz nach Chemnitz schicken können", freute sich Saskia Schnasse.