Der Nussknacker und der Narr

Premieren Zwei neu bearbeitete Klassiker im Ballett und im Figurentheater

Tschaikowskys Musik zu E.T.A. Hoffmanns "Nussknacker und Mausekönig" gehört wohl zu den Werken, die jedes Schulkind erkennt. Dass das musikalische Märchen auch 120 Jahre nach seiner Uraufführung noch verzaubern kann, will das Chemnitzer Ballett mit der Premiere am Samstag, 19.30 Uhr im Opernhaus beweisen. In einer opulent ausgestatteten, farbenfrohen Inszenierung tanzt die hiesige Kompanie mit der Choreografie von Jochen Ullrich, der in Chemnitz bereits die Ballette "Exercises For Dancers" und "Anna Karenina" auf die Bühne brachte. Sie erzählen die Geschichte von Marie, die einen Nussknacker geschenkt bekommt, der ein Heer von Pfefferkuchensoldaten gegen die Truppen des Mausekönigs führt. Das Mädchen unterstützt ihren Nussknacker und wird bald mit einem Prinzen belohnt. Im Stück tanzen unter anderem Agnes Schmetterer und Emilijus Miliauskas. Die Robert-Schumann-Philharmonie spielt unter Leitung von Tobias Engeli.

Bereits am Freitag, 20 Uhr feiert Jan Mixsas Version von Shakespeares "Was ihr wollt" im Figurentheater Premiere. Das Stück für Erwachsene ab 16 Jahren wartet mit einer ebenso skurrilen wie textlich anspruchsvollen Bearbeitung auf. Mixsa, der Ende der 90-er Jahre in Chemnitz Teil des Figurentheater-Ensemble war, über Bühnen und Fernsehengagements im ganzen Land spielte, kehrt mit dem Gastspiel nach Chemnitz zurück. Dabei übernimmt er sowohl die Bearbeitung und Inszenierung als auch Bau und Entwurf der Figuren, denen Blechteile als prägendes Element ins Gesicht geschrieben sind. Dem Publikum verspricht das eine ganz eigene Version von Shakespeares Klassiker um ein gestrandetes Geschwisterpaar, um Figuren zwischen Verwechslung, Zuneigung und Abweisung, begleitet von einer der stärksten Narrenfiguren der Theatergeschichte. Es spielen Michael Schmidt, Claudia Friedemann und Gerlinde Tschersich.