Der Riesenbärenklau muss weg

Natur Stadt Chemnitz will die gesundheitsgefährdende Pflanze bekämpfen

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Der Riesenbärenklau in voller Blüte. Foto: Stadt Chemnitz

Das Umweltamt schlägt Alarm: Der Riesenbärenklau kann sich in unserer Region derzeit ungehindert vermehren, verdrängt die einheimische natürliche Vegetation und bildet Reinbestände. Die Pflanze zählt zu den sogenannten Neophyten ("neue Pflanzen"). Das sind Pflanzenarten, die erst nach dem Mittelalter in Mitteleuropa eingewandert sind oder eingeführt wurden.

Gefahr für die Gesundheit

Der Riesenbärenklau nehme eine Sonderstellung ein, da er nicht nur zu Verdrängungseffekten in der Natur führe, sondern durch seinen Pflanzensaft auch die menschliche Gesundheit gefährde. Der Saft enthält Furanocumarine, die in Verbindung mit Sonneneinstrahlung zu schweren Hautverbrennungen führen können. Hiervon sind besonders spielende Kinder betroffen.

Eigentümer sollen Pflanzen beseitigen

Wegen der Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Verdrängung der heimischen Vegetation hat sich die Stadt Chemnitz entschlossen, den Riesenbärenklau überall in der Stadt zu bekämpfen. Hierfür ist grundsätzlich der jeweilige Grundstückseigentümer verantwortlich. Aufmerksame Bürger sind deshalb aufgerufen, ihre Beobachtungen von Vorkommen des Riesenbärenklaus über die Behördenrufnummer 115 zu melden. Der jeweilige Flurstückseigentümer erhält dann vom Umweltamt die Aufforderung, den Riesenbärenklau in einer angemessenen Frist fachgerecht zu beseitigen und über einen Neophytencontainer auf dem Wertstoffhof Weißer Weg zu entsorgen.

Fachliche Fragen zur selbstständigen Beseitigung der Pflanze beantwortet das Umweltamt unter 0371/4883602. Der Riesenbärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, wurde nach heutiger Kenntnis 1817 nach England eingeführt und hat sich seitdem über fast ganz Europa ausgebreitet.